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»Grimmicher Schuster« zeigt Machtanspruch

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Der »Schuster« kommt an seinen Platz. Foto: Losert © Losert

Die Symbolfigur der Grünberger Fastnacht wurde auf dem Marktplatz aufgestellt. Einst war die Bezeichnung auch ein Schimpfwort.

Grünberg (hjl). Hoch oben auf seinem Narrenbaum weist der »Grimmicher Schuster« seit Freitag auf das närrische Brauchtum in Grünberg hin. Die Karnevalistische Vereinigung hatte ihn 2014 zum 88-jährigen Bestehen erstmals auf dem Marktplatz platziert. Seither erinnert er auch an die Veranstaltungen des Vereins in der Fünften Jahreszeit. Günter Exner, stellvertretender KVG-Präsident, blickte auf die beiden vergangenen Jahre zurück, in denen es nicht möglich war, eine »richtige« Kampagne zu feiern. Der »Schuster« habe jedoch in »Grimmichs gut Stubb« Präsenz gezeigt und der Obrigkeit den Machtanspruch der Narrenschar demonstriert. Da der neue Bürgermeister selbst der Narretei verfallen sei, habe dieser »sicher kein Problem damit«. Mit elf Böllerschüssen und dem obligatorischen dreifachen »Grimmich Helau« eröffnete Exner die Kampagne. Neben Bürgermeister Marcel Schlosser waren Mitglieder der Gallusmarktkommission sowie Marktfrau Inga Christ dabei. Der »Grimmicher Schuster« weist auch auf die zahlreichen Schuhmacher hin, die einst in Grünberg ihrem Handwerk nachgingen. So diente der »Schuster« auch als Schimpfwort oder zur Ansprache an jemand, dem ein Missgeschick passiert war.

Gebaut hatte ihn Sitzungspräsident Peter Scheuermann, sein Gesicht erhielt er vom heimischen Maler »Giro« (Klaus Chomann).

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