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Kleinere Rückhaltebecken angelegt

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Von: Heinz-Gerhard Schütte

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Ein fertiges Becken mit Ablaufgraben. Foto: Schütte © Schütte

Derzeit werden im Revier bei Lumda verstärkt kleinere Wasserrückhaltebecken angelegt, die einen Teil des Wassers bei Niederschlägen stauen.

Grünberg (hgt). Bei einem Ortstermin im Grünberger Revier bei Lumda mit dem Förster Hannes Wollmerstaedt, Annika Wilbers und Holger Brusius (HessenForst, Forstamt Wettenberg und Kirchhain, Funktionsbeschäftigte Naturschutz) wurde von den Beteiligten über das Thema Wasserretention im Wald gesprochen.

Aufgrund der trockenen Witterung in den vergangenen Jahren werden jetzt verstärkt kleinere Wasserrückhaltebecken angelegt, die einen Teil des Wassers bei Niederschlägen stauen.

Um ein Überlaufen zu verhindern, erfolgt der Zulauf mit einer kleinen Steigung und das restliche Wasser kann über einen Graben ablaufen.

So wird ein Hochwasserschutz durch das Abflachen von Pegelspitzen erreicht. Solche Wasserretentionen findet man bereits in den Quellbereichen und Oberläufen von Fließgewässern. Diese Maßnahme wird als Anpassung an andauernde Klimakrisen vorgenommen, da die Niederschläge sich nicht mehr gleichmäßig im Jahresverlauf verteilen und es punktuell vermehrt zu Starkregenereignissen kommt. Durch die Modellierung von Flachwasserbereichen und tieferen Wasserzonen werden diese naturschutzfachlichen Ziele in der Biotopbundvernetzung erreicht. Dies auch unter Berücksichtigung von Tieren wie Teichmolch, Bergmolch, Fadenmolch, Grasfrosch, Laubfrosch, Gelbbauchunke, Schwarzstorch und diverser Libellenarten wie der blaugrünen Mosaikjungfer, gebänderten Prachtlibelle und großen Moosjungfer. Abgesehen von diesen Lebewesen dienen die Wasserreservoirs durch ihre Verdunstung bei heißen Temperaturen zur Nebelbildung und Befeuchtung der Baumbestände.

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