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Krieg in der Ukraine im Fokus

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Ein Schein wandert in Anwesenheit von Tobias Lux und Marlene Queckbörner (v.l.) in die Spendendose. © Schütte

Grünberg (hgt). Bei seiner ersten Zusammenkunft in diesem Jahr stand beim Seniorentreff Stangenrod zusammen mit der Grünberger Tafel in der Sport- und Kulturhalle eine Spendenaktion für die Menschen aus der Ukraine im Mittelpunkt. Nach einer langen Pandemie-bedingten Pause war man froh, sich wieder einmal unter der Leitung von Marlene Queckbörner treffen zu können.

Eingefunden hatte sich auch der erste Stadtrat Grünbergs, Tobias Lux, der als Koordinator der Tafelarbeit in Grünberg, Laubach, Hungen und Lich einen Einblick in die Arbeit der Tafel in Grünberg gab. Sie steht unter der Trägerschaft der Diakonie. Er erläuterte die Tafel-Idee, die Lebensmittel vor der Vernichtung rette und Menschen mit geringem Einkommen helfe. 2021 wurden dadurch ungefähr 265 000 Tonnen Lebensmittel vor der Vernichtung bewahrt und an diejenigen zu einem kleinen Kostenbeitrag weitergegeben, die sie dringend brauchen. In Grünberg sind dies aktuell 225 Nutzer, davon 85 Kinder und in der Ausgabestelle Laubach noch mal 50, davon 15 Kinder. Es könnten noch mehr sein, betonte Lux, doch die Scham sei bei vielen groß. Zwei Drittel der Nutzer sind Frauen, alle mit kleinem Einkommen, zum Beispiel Hartz IV, Sozialgeld, Grundrente und Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Im Moment sind 60 Ehrenamtliche in den unterschiedlichen Bereichen aktiv und die Tafel ist immer wieder auf Spenden angewiesen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Gerade jetzt entstehen durch die Erhöhung der Spritpreise im Fahrdienst Mehrausgaben. Es werden auch immer wieder helfende Hände gesucht. Weiterhin wurde über die Spendenaktion »Grünberg hilft« berichtet. Die Teilnehmer des Seniorentreffs und die Bürger Stangenrods konnten Geld- und Sachspenden (haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel) abgeben. Bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen stimmten sich die Teilnehmer auf die bevorstehende Osterzeit ein und Queckbörner verlas auch einen Bericht über eine Familie, die nach vielen vergeblichen Versuchen aus Rumänien kommend in Stangenrod eine neue Heimat fand. Geehrt wurden Lore Steyh und Traudlinde Prokisch für ihren Einsatz bei den Seniorentreffs. Die Leiterin des Seniorentreffs freut sich auf die rege Beteiligung nach den geltenden Corona-Regeln. Nach dem Kaffeetrinken wurden noch weitere Themen angesprochen.

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