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Kunst auf die Schippe genommen

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Viele heitere Momente liefert das Stück »Murks im Museum«. Foto: Schütt-Frank © Schütt-Frank

Das neue Stück der Lardenbacher Theatergruppe »Stechmücken« mit dem Titel »Mursk im Museum« bietet viele Möglichkeiten der Charakterdarstellung, Und die nutzen die Akteure.

Grünberg (jua). »Ist das Kunst, oder kann das weg?« Diese Frage zieht sich durch die Komödie von Andreas Wening. Das recht neue Stück der Lardenbacher Theatergruppe »Stechmücken« mit dem Titel »Mursk im Museum« bietet viele Möglichkeiten der Charakterdarstellung, was durch die Akteure in den letzten Wochen sehr intensiv einstudiert wurde.

Die Ankündigung, dass der berühmte Aktionskünstler Miroslav Murks (Thorsten Schneidmüller) sein neustes Werk in seiner Heimatgemeinde erstmals zeigen will, versetzt die örtliche Kunstwelt in hektische Betriebsamkeit. Die begeisterte Kunstsammlerin Baronin Klarissa von Stolzenfels (Angela Koch) setzt sich sofort als Ziel, das Kunstwerk ihrer Murks-Sammlung hinzuzufügen. Davon kann sie auch ihr zwielichtiger italienischer Liebhaber Gigi Santana (Mario Kräupl) nicht ablenken.

Museumsmitarbeiter Olaf van der Heide (Hartmut Groh) versucht, auf den letzten Drücker alles zu organisieren. Leider ist das Hausmeister-Ehepaar Zaletzki (Melanie und Jörg Luft) dabei keine große Hilfe. Auch die Museumshelfer (Gabi Kratz und Dirk Finthammer) tragen nicht zur Klärung der Verwirrungen um echten Murks und original falsche Fälschungen bei.

Die örtliche Kunstsachverständige Charlotte Bitterhuhn (Nora Koch) und die Galerieleiterin Fiona Nußpickel (Daniela Adamek) stiften weitere Verwirrung mit ihrem doch recht fragwürdigen Kunst-Sachverstand. Als dann noch der Meister Miroslav Murks selbst eintrifft, ist das Chaos schon perfekt und er soll vorübergehend »ausgeschaltet« werden. Was ist der echte und was ist der falsche Murks?

Die Beantwortung der Frage sorgt für große Hektik und Verwirrung auf der Bühne. Man merkt den neuen und bekannten Aktiven das Herzblut an, welches sie in die Aufführung stecken. Der Museumsraum auf der Bühne in Lardenbach wurde federführend gestaltet von Dirk Finthammer und mit Exponaten aus seiner Privatsammlung ausgestattet. Souffliert wurde zuverlässig von Susanne Becker und um die Beschallung kümmerte sich Michael Schneider.

Das Publikum war begeistert und hatte viel Freude an der Aufführung. Die Diskussionen über die Kunst wurden bereichert mit einer Fülle von unsinnigen und lustigen Beschreibungen. Immer wieder lachte das Publikum, die Zuschauer hingen förmlich an den Lippen der Darsteller. Die hatten die Texte meisterlich gelernt und die Rollen waren ihnen auf den Leib zugeschnitten.

Ein großer Dank der »Stechmücken« ging an alle Unterstützer und helfenden Hände aus Lardenbach, welche die Aufführung an der neuen Spielstätte erst ermöglicht hatten.

Weitere Aufführungen finden am 18. November und am 19. November jeweils um 19.30 Uhr statt. Restkarten sind noch verfügbar, auch für die Aufführung am Sonntag um 14 Uhr, wo dann auch Kaffee und Kuchen serviert werden. Unter 06400/7499 können Karten für die Aufführungen bestellt werden.

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