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Lustiger Kaktus vor der Tür

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Stolz präsentieren die Kids der Schülerfirma »Die Werkklötze« gemeinsam mit Sozialarbeiter Volker Mehmet (rechts) eines ihrer selbst gebauten Spielhäuschen für den Schulhof der Gallus-Schule. Foto: Diegel © Diegel

Die Schülerfirma »Die Werkklötze« haben ein Spielhäuschen für die Gallus-Schule in Grünberg gebaut.

Grünberg (hkd). Mit zwei neuen und selbst gebauten bunten Spielhäuschen wurde das Equipment auf dem Schulhof der Gallus-Schule in Grünberg erweitert. Gebaut wurden die bunten Hüttchen für die Grundstufe von der Schülerfirma »Die Werkklötze« unter der professionellen Leitung von Sozialarbeiter und Schreiner Volker Mehmet. Begleitet hat das Werkprojekt Förderschullehrer Kai Müller-Lenz.

Finanziert wurde es vom Landkreis Gießen im Rahmen der Sozialarbeit an Schulen unter der Trägerschaft der Awo.

In der Aufgabenverteilung schraubten Schüler Tim Stauer und Jonas Leckhardt die Balken zum Fachwerk zusammen, während für Mohamed Abu Alhasan und Patrick Mittelsdorf die Arbeit darin bestand, mit Hilfe eines Akkuschraubers die Außenwände zu montieren.

Da besonders die Arbeit mit der Dachpappe für die jungen Mitarbeiter der Schülerfirma fremd war, erinnert sich Patrick: »Die Dachpappe war sehr klebrig, fast ein bisschen eklig.« Mit dem Gasbrenner zu arbeiten, sei für ihn dennoch sehr spannend gewesen. Vor allem bei der künstlerischen Gestaltung der Spielhäuschen kam Tamia Wagner auf ihre Kosten, so schmücken nun Sonnenblumen, Regenbogen und ein lustiger Kaktus die Häuschen.

Keine Frage, dass nach langer Arbeit die Belohnung in Form eines gemeinsamen Pizza-Essens bei dem jungen Bauteam sehr gut ankam. Dann war es endlich soweit, dass die Spielhäuschen auf dem Schulgelände aufgestellt werden konnten. Tamina: »Wir haben Eisdiele gespielt und aus dem Fenster Eisbecher aus dem Sandkasten verkauft.« Bestimmt finden die Grundstufenschüler und -schülerinnen in Zukunft noch viele weitere Möglichkeiten, die Häuschen zum Spielen zu nutzen.

Die vor rund acht Jahren gegründete Schülerfirma »Die Werkklötze« ist ein Projekt der Awo und der Schule, bei dem nicht nur Kinder mit einem gewissen Förderschwerpunkt mitmachen können, sondern die Teilnahme an dem unter der Leitung von Sozialarbeiter Volker Mehmet und Förderschullehrer Kai Müller-Lenz stehenden Projekt für alle Schülerinnen und Schüler möglich ist.

So haben »Die Werkklötze« im Laufe der Jahre schon zahlreiche Bänke oder gar ganze Sitzgruppen gewerkelt und damit ihre Angebotspalette bekannt wird, haben sie sogar einen Katalog erstellt. »Die Werkklötze« erzählen stolz, dass sie sowohl Möbel nach Maß anfertigen als auch kleinere Reparatur- und Wartungsarbeiten übernehmen oder sich auch an anderen Arbeiten auf dem Schulgelände beteiligen.

Die Schüler seien sehr motiviert bei der Sache, berichten die Pädagogen. Dabei stehe besonders das Arbeiten an den Geräten hoch im Kurs.

Zur Arbeit in ihrer Firma gehört es aber beispielsweise auch, Tagesberichte zu schreiben, so wie es später in der Berufsschule auch verlangt wird. Die Schülerinnen und Schüler erwerben in der Firma vielfältige Kompetenzen. Dazu gehören das Wertschätzen der Arbeit, der Ausbau handwerklicher Fähigkeiten, Fachbegriffe kennenzulernen und anzuwenden sowie Einkauf, Planung und Kalkulation.

Diese Erfahrungen, weit über die reine Theorie hinaus, wirken sich positiv auf das schulische Lernen insgesamt und auch auf eventuelle spätere berufliche Tätigkeiten aus.

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