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Programm zum Stadtjubiläum mitgestalten

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Vereine und Institutionen sind aufgefordert, sich in das Programm anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums Grünbergs einzubringen.

Grünberg (hgs). Noch ist man bei der Stadt Grünberg auf der Findungssuche, wie man das 800-jährige Stadtjubiläum in diesem Jahr einem breiten Publikum in entsprechendem Rahmen näher bringen kann. Einige Events sind schon fest in die Planung aufgenommen, doch noch können und sollen sich Vereine und Institutionen in das Programm einbringen.

Auch das Museum im Spital will sich mit einer eigenen Veranstaltungsreihe daran beteiligen, denn der berühmteste Sohn der Stadt, der Ethnologo Theo Koch, kann im selben Jahr seinen 150. Geburtstag feiern. In Grünberg am 9. April 1872 als Sohn des Pfarrers Karl Koch in der Neustadt geboren, starb dieser bei seiner dritten Forschungsreise am 8. Oktober 1924 bei den Ureinwohnern im Amazonasgebiet an Malaria. Ein Ehrengrab in Manaus, Hauptstadt des brasilianischen Staates Amazonas, ist seine letzte Ruhestätte.

Wie Museumsleiterin Karin Bautz ausführte, werden ein Schwerpunkt bisher unbekannte Tagebuchaufzeichnungen von Kochs Jugend in Grünberg sowie die Beleuchtung seiner Beziehungen zur Heimatstadt sein.

In der Hospitalkirche ist für den 10. April ein Geburtstagskonzert mit dem Ensemble »Flötenspektakel« geplant und bei einer Matinee im Grünberger Kino werden vorher Filme über den Forscher zu sehen sein.

Dazu gehören »Theodor Koch - Grünberg« von Otto Schweitzer und »Aus dem Leben der Taulipang in Guayana - Filmdokumente aus 1911 von Theodor Koch Grünberg und Hermann Schmidt«.

Neben Koch würdigt das Museum Pandemie-bedingt den Maler Carl Geis zwei Jahre nach seinem 150. Geburtstag. Außerdem sollen die Jahre von 1870 bis 1925 beleuchtet werden, die der Stadt viele Veränderungen brachte. Darin eingeschlossen ist auch die »Geschichte der Elektrifizierung« von Grünberg, die in einer Publikation von Wolfgang Hofheinz, Vorsitzender des Freundeskreis Museum, dargestellt wird.

Hingewiesen wurde von Bautz auch auf die 2017 eingeführte Reihe »Kunst im Kabinett«, die mit Kunst- und Fotoausstellungen aufwartet und vor allem heimischen Künstlern die Gelegenheit gibt, einer breiteren Öffentlichkeit ihre Kunstwerke zu präsentieren.

In einer Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses des Stadtparlamentes legte Museumsleiterin Karin Bautz einen Überblick über die bisherigen Ausstellungen im Sonderausstellungsraum des Museums mit den Begleitprogrammen dervergangenen Jahre vor und wies darauf hin, dass Ausstellungen einer Vorlaufzeit von ein bis zwei Jahren bedürfen. Die Ausstellungsplanungen, die im Museumsbeirat beratschlagt werden, gestalteten sich im Hinblick auf das zur Verfügung stehende Budget und die Personalsituation schwierig.

In ihrer Arbeit sei sie auf personelle Unterstützung angewiesen, die ihr aber seit dem vorigen Jahr nicht mehr zur Verfügung stehe.

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