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Wie aus einem Guss

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Das Gesamtensemble mit Vanessa Heinisch, Ulrike Sgodda-Theiß und Margarethe Müller-Hillebrandt. © Schütte

Beim Passionskonzert in der Grünberger Stadtkirche glänzten sowohl Chor als auch Solisten.

Grünberg (hgt). Zu einem Passionskonzert hatte am Palmsonntag die evangelische Kirchengemeinde in die Stadtkirche eingeladen.

Unter Leitung von Cordula Scobel, Dekanatskantorin im Dekanat Gießen, musizierte der Kammerchor »Voconsort«, der sich aus ehemaligen Frankfurter Musikstudentinnen und -studenten zusammensetzt, die sich immer wieder zu Chorprojekten zusammenfinden.

Der Chor mit den Solisten Daniela Brinkmann, Dorotea Pavone, Karin Mayle-Polivka und Jan Polivka (Sopran), Tabea Fuhr und Juliane Hayward (Alt), Haruka Koroyasu und Valentin Ratz (Tenor) sowie Georg Käpplinger und Jan-Malte Domrös (Bass) wurde begleitet von Vanessa Heinisch (Laute), Margarethe Müller-Hillebrandt (Cello), Matthias Seim (Flöte) und Kantorin Ulrike Sgodda-Theiß (Continuo-Orgel und Klavier).

Im Mittelpunkt des Konzerts stand gegen Ende das Werk »Stabat Mater« des barocken Komponisten Domenico Scarlatti. Der italienische Komponist, der bis heute durch seine Cembalowerke bekannt ist, komponierte 1715 sein Stück für zehn Stimmen und Basso Continuo. Damit schuf er eine der beeindruckendsten Vertonung dieser mittelalterlichen Marienklage. Das Bild der unter dem Kreuz trauernden Gottesmutter Maria war vor allem der Höhepunkt von Passionsdarstellungen im Mittelalter.

Das Konzert begann mit »Also hat Gott die Welt geliebt« von Heinrich Schütz (1585-1672), das in vielen Textwiederholungen und einer kompakten musikalischen Gestaltung die zentrale Botschaft der Passion Jesu vermittelt.

Mit dem geistlichen Konzert »Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld« von Johann Hermann Schein (1586-1630) wird die Bitte um Mut auch in traurigen Zeiten verbunden, dem sich zwei kleine geistliche Konzerte, »O Lamm Gottes, unschuldig« und »Herr, lass meine Klage nach Psalm 119, über evangelische Kirchenlieder hinzufügten.

Instrumental trat Vanessa Heinisch an der Laute mit »Prelude und La Plainte« von Robert de Visée (1650-1725) und Jan Polivka am Flügel mit dem »Intermezzo Nr. 6, Op. 118, es-Moll von Johannes Brahms (1833-1897) auf. Instrumental brachten Sgodda-Theiß (Klavier) und Seim (Querflöte) »Sizilienne« von Maria Theresia v. Paradis (1759-1824) zu Gehör und in der Besetzung Seim (Querflöte), Müller- Hillebrandt (Cello) und Sgodda-Theiß (Klavier) erklang das Trio g-moll, Allegro moderato & Schäfers Klage Andante espressivo von Carl Maria von Weber (1786-1826).

Alle Mitwirkenden spielten bei diesem kurzweiligen Passionskonzert wie aus einem Guss und wurden vom Publikum mit langanhaltendem Beifall goutiert.

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