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Zwischen Idylle und Mord

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Tim Frühling © Schütte

Grünberg (hgt). Der bekannte Fernsehmoderator und Buchautor Tim Frühling war auf Einladung des Barfüßer-Förderkreises Kultur zu Gast beim »Grünberger Bücherfrühling« im Barfüßerkloster Dabei beschäftigte sich Tim Frühling nicht nur mit dem Mord beim Festumzug des Hessentags, sondern ging auch auf eine Entdeckungstour in die Region zwischen Westerwald, Vogelsberg und Burgwald.

Es ist eine Landschaft voller Kontraste: das historische Marburg, das moderne Gießen, die idyllische Lahn, das industrialisierte Dilltal, und dazwischen Wald, so weit das Auge reicht. Sein Buch führt zu 111 besonderen Orte, von denen einige von Frühling vorgestellt wurden. Dazu gehörte auch, wie könnte es in Grünberg anders sein, das Brunnental. Auf dem Berg gelegen konnte man nicht so einfach an das Wasser herankommen, das 50 Meter unterhalb der Stadt als Äschersbach durchfloss. Dort waren auch noch einige Quellen vorhanden. Doch vor 600 Jahren wurde vom Rat der Stadt ein Baumeister namens Heinrich von Hatzfeld beauftragt, ein Pumpsystem zu entwickeln, das das kostbare Nass von unten nach oben beförderte. Eine Holzkonstruktion mit einem großen Wasserrad sorgte dafür, dass das Trinkwasser im Tal in ausgehölte Baumstämme gepreßt auf sieben Brunnen in der Stadt verteilt wurde. Und da gab und gibt es immer noch den Diebsturm, der seit mehr als 800 Jahren am westlichen Rand der Grünberger Altstadt steht. Er war nicht nur ein Teil der Stadtbefestigung, sondern diente unter anderem auch als Gefängnis. Wer möchte, kann sich bei der Eisdiele am Marktplatz den Schlüssel holen, hochklettern und die Aussicht bis zum Hoherordskopf im Vogelsberg und bis zur Frankfurter Skyline genießen.

In Frühlings Krimi geht es um die Wahl zur Hessenkönigin. Sechs junge Frauen buhlen um die begehrte Krone, doch das Fest endet jäh, als eine Bewerberin tot zusammenbricht. Kommissar Daniel Rohde stößt bei ihren Ermittlungen auf jede Menge verdächtige Frauen.

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