1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Heuchelheim

86 000 Euro aus der »Spendierhose«

Erstellt:

gikrei_130422_SGKinzenba_4c
Staatssekretär Stefan Sauer (5.v.l.) übergab auf dem Fußballplatz vor der Panorama-Kulisse des Dünsberges und Burg Gleiberg den Bewilligungsbescheid des Landes über 86000 Euro an den Vorsitzenden der SG Kinzenbach Claus Bornemann (4.v.l) im Beisein der MdL Katrin Schleenbecker, Vertretern der Kommune und des SGK-Vorstandes. © Waldschmidt

Das Land bezuschusst den Kunstrasenplatz der SG Kinzenbach mit 86 000 Euro und übergibt die dazugehörige Plakette »Sportland Hessen«.

Heuchelheim (whk). Das war ein ganz besonderes Ereignis in der Historie der SG Kinzenbach: Der Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, Stefan Sauer, übergab den Bewilligungsbescheid über 86 000 Euro für den Kunstrasenplatz sowie die dazugehörige Plakette »Sportland Hessen« an SG-Vorsitzenden Claus Bornemann.

»Wir sind gespannt, wie groß die Spendierhosengröße ist«, hatte Bornemann im Sportheim während eines kleinen Empfangs für den Gast aus Wiesbaden konstatiert. Neben Vertretern der Gemeindegremien waren auch die heimische Landtagsabgeordnete Katrin Schleenbecker (Bündnisgrüne) und Kreisfußballwart Henry Mohr sowie die SG-Vorstandsmitglieder zu diesem besonderen Event gekommen.

Gernot Buseck ging für die Gemeinde auf den Werdegang des Projektes ein: Im September 2021 war der Umbau vom Bolz- zum Rasenplatz in Kinzenbach vom Gemeindeparlament und Anfang November vom Gemeindevorstand einstimmig beschlossen worden. »Der Rasenplatz ist wichtig für den Verein und die Infrastruktur der Kommune. Es ist ein integratives Moment. Das Projekt wird vom Verein direkt umgesetzt. Die SGK ist ein zuverlässiger Partner«, so Buseck.

Er dankte der Landesregierung für die Unterstützung der Vereine während der Pandemie-Zeit und verwies auf das in der Landesverfassung verankerte Verfassungsziel »Sport«.

Gerhard Noli als Projektleiter der SGK stellte den »Kleinfeld-Kunstrasen-Platz« vor. Vor dem neuen Rasenplatz soll ein »Outdoor-Areal« für Jugendliche entstehen. Die »Biebertaler Planungsgruppe« hatte binnen vier Monaten den Plan erstellt. Die SGK stand dann auf der Prioritätenliste für die Rasenplatz-Förderung auf Rang 1.

Staatssekretär Stefan Sauer, früher selbst Fußballer als »Vorstopper«, dankte für das herzliche Willkommen. »Wo kann man gut wohnen? Wenn die Infrastruktur fehle, komme keiner. Bei zehn Mannschaften auf dem Platz und der Spielgemeinschaft mit der TSF Heuchelheim ist der Rasenplatz die Antwort der Zukunft. Er führt Menschen zusammen, schafft Begegnungsraum, den Menschen brauchen. Dies dient der Persönlichkeits- und Werte-Entwicklung. Man lernt fürs Leben, unter anderem Teamgeist, Toleranz und Integrationsleistung«, so Sauer.

Gerhard Noli wies darauf hin, dass die Preissteigerungen von 20 bis 30 Prozent durch Einsparungsmaßnahmen, beispielsweise bei der Höhe des Ballfangzauns abgefangen werden sollen. Der Rasenplatz auf Sandgrundlage wird rund 430 000 Euro kosten (Anteil der Gemeinde 339 000, Eigenanteil SGK 5000, Landeszuschuss 86 000 Euro).

Die SGK ist stolz und dankbar für die finanzielle Unterstützung des Landes.

Auch interessant