1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Heuchelheim

Ein Fingerzwick ist gar nicht schlimm

Erstellt:

Heuchelheims Kleintierzüchter lassen Kinder ihre Tiere im Rahmen der Ferienspielaktion streicheln und füttern. Dabei stellen die Jüngsten fest, dass ein Fingerzwick gar nicht schlimm ist.

Heuchelheim (ljh). Einen tollen und lehrreichen Nachmittag mit vielen gefiederten Freunden konnten die jungen Teilnehmer bei der erstmals angebotenen Ferienspielaktivität des Heuchelheimer Kleintierzüchtervereins erleben.

Unter der Leitung von Jugendwart Michael Röhrsheim und der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Lena Jung kam unter dem Motto »Vom Küken zum Ei« neben neuem Wissen zu Rassegeflügel natürlich auch der Spielspaß nicht zu kurz.

Zunächst konnten die Kinder bei einem Rundgang über das Gelände des Vereins die gesamte Vielfalt an Tieren kennenlernen. Auf dem Areal sind Hühner, Wachteln, Fasanen, Enten, Tauben sowie ein Pfau in ihren unterschiedlichsten Arten in Abteilen von 15 verschiedenen Züchtern untergebracht.

Manche Tiere wie beispielsweise die Hühner interessierten sich teilweise mindestens so stark für die Kinder wie die Kinder für sie.

Wachteln ist es zu heiß

Die Wachteln hatten sich angesichts der hohen Temperaturen jedoch gut versteckt und waren schwer zu entdecken. Hierbei konnte das Interesse der potenziellen Nachwuchszüchter bereits geweckt werden: Sie sammelten abgefallene Federn und rätselten bei jeder unterschiedlichen Art erneut über das anhand verschiedener Kriterien wie Farbe oder Kamm zu bestimmende Geschlecht der Tiere.

Trotz teils vorhandener anfänglicher Berührungsängste war dann auch die Fütterung einiger jüngerer Mechelner sowie Zwerg-Wyandotten ein großer Spaß. Das Futter besteht aus Getreide, Mais und Sonnenblumenkernen.

Die Kinder konnten feststellen, dass selbst wenn ein Huhn mal in den Finger zwickt, dies gar nicht so weh tut. Und auch ein echtes Prachtexemplar und der Stolz von Züchter Röhrsheim war zahm und ließ sich bereitwillig streicheln. Der rund anderthalb Kilogramm schwere Zwerg-Wyandotte Charlie ist ein gutes Zuchttier und hat bei Ausstellungen bereits fast die Höchstnote erreicht.

Mechelner stehen auf »Roter Liste«

Das Highlight vieler Kinder waren aber wohl die rund zwei Wochen alten Küken, welche sich größtenteils anstandslos streicheln und auf den Arm nehmen ließen. Dabei handelte es sich um Nachwuchs der Hühnerrasse »Mechelner«. Diese Rasse steht auf der sogenannten »Roten Liste«, ist also in ihrer eigenständigen Art vom Aussterben bedroht und wird sogar als »stark gefährdet« eingestuft. Auch dem Erhalt solcher alten Rassen hat sich der Kleintierzüchterverein verschrieben. Die acht Küken schienen wie die Kinder die Streicheleinheiten zu genießen und versuchten nur selten abzuhauen. Die Küken stellten dabei quasi das Endprodukt des mit Hilfe eines drehbaren Rades dargestellten Prozesses »Vom Ei zum Küken« dar. So konnten die Kinder spielerisch mehr über die zwölf Schritte vom Legen des Eies bis zum nestflüchtigen Küken erfahren.

Zum gelungenen Programm des Ferienspielevents gehörte auch das Austoben auf dem geländeeigenen Spielplatz des Kleintierzüchtervereins sowie das Ausmalen thematisch passender Motive. Großen Spaß hatten die Teilnehmer des Ferienspiels auch beim Eierlauf rund um zwei große Hühnerfiguren im Garten des Vereins.

gikrei_wwIMG1057_220822_4c
Süße Flausch-Küken müssen einfach gestreichelt werden. © Lukas Jahn
FerienspieleLogo_ov_260722
FerienspieleLogo_ov_260722 © Red

Auch interessant