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Für Umweltstation und »Pflegenest«

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Von: Frank-Oliver Docter

Heuchelheim (fod). Ursprünglich nicht einkalkulierte Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer von 880 000 Euro sorgen für einen willkommenen Geldzuwachs im Heuchelheimer Stadtsäckel. Dennoch wird für die Gemeinde ein Nachtragshaushalt notwendig, was insbesondere zwei Gründe hat: die Errichtung einer Umweltstation am Kahnplätzchen und den Bau eines »Pflegenests« zur Kinderbetreuung mit Erwerb der dazu nötigen Fläche im »Seniorenzentrum Heuchelheim« der Firma ABID im Linnpfad.

Angesichts dieser wenigen Punkte auf der Tagesordnung fiel die Sitzung des Allgemeinen Fachausschusses am Donnerstagabend zwar ziemlich kurz aus, die zu fällenden Entscheidungen waren dafür umso wichtiger. Wieder einmal zeigte es sich, dass es gerade für wirtschaftliche Laien alles andere als einfach ist, bei den komplexen Haushaltsplänen durchzublicken.

Die Umweltstation, die am Rande der Lahnaue zwischen der Eislauffläche und dem Sportplatz der TSF Heuchelheim entsteht, erwerben die Heuchelheimer für einen Euro vom Deutschen Wetterdienst. Die noch relativ neue Station stand bisher auf der Wettenberger Hardt. Bei den Kosten inklusive Aufstellung und Umzug wird von 480 000 Euro ausgegangen. Wobei man im Rathaus noch auf Fördermittel von 200 000 Euro aus dem Leader-Programm der EU hofft.

Das vor allem für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren gedachte »Pflegenest« im Gebäude des Seniorenzentrums soll gemeinsam mit dem Gießener Verein »Eltern helfen Eltern«, der hierfür qualifizierte Tageseltern organisiert, betrieben werden. Der Kaufpreis für die 149 Quadratmeter Innen- und 62 Quadratmeter Terrassenfläche zuzüglich weiterer Kosten beträgt ebenfalls etwa 480 000 Euro.

Bei den Abstimmungen votierten von den neun anwesenden Ausschussmitgliedern beim Punkt Ergebnishaushalt sieben mit »Ja«, zwei enthielten sich. Bei den Punkten Investitionsprogramm, Finanzhaushalt und Nachtragshaushaltssatzung zeigte das Votum jeweils fünf Ja-Stimmen sowie zwei Enthaltungen. Damit sind Nachtragshaushaltssatzung und -plan der Gemeindevertretung, die das nächste Mal am 15. November tagt, zur Annahme empfohlen.

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