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Hilfe für die Ukraine selbst realisiert

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Wie Hilfe für die Ukraine organisiert und realisiert wird, erlebten jetzt die 270 Grundschüler der Wilhelm-Leuschner-Schule in Heuchelheim hautnah. © Waldschmidt

Wilhelm-Leuchner-Schule in Heuchelheim organisiert und realisiert den Transport von Hilfsgütern in die Ukraine.

Heuchelheim (whk). Hilfe für die Menschen in der Ukraine hautnah selbst organisieren und realisieren. Das erlebten jetzt die 270 Grundschüler der Wilhelm-Leuschner-Schule in Heuchelheim, auch zusammen mit dem Kollegium und den Eltern als Schulgemeinde, die für ein besonderes Projekt als Schulgemeinde vor Ort zusammenstand und Solidarität bekundete.

Die Schulgemeinde hatte in Eigenregie die Hilfsaktion für Menschen in der Ukraine initiiert. Carmen Heil, ehemalige Mutter eines Schulkindes, die über die Firma Avis private Kontakte in die Ukraine hat, hatte die Aktion per WhatsApp angestoßen. Avis fährt aktuell mit kleinen Transportern Hilfsgüter an die ukrainischen Grenzen. Dort werden die Güter auf ukrainische Fahrzeuge umgeladen. Sie bringen diese dann ins Land. Per Elternbrief hatte die Schule um Sachspenden gebeten. »Diese Aktion ist für die Schüler pädagogisch besonders wertvoll, so die Schulleiterin der WLS Carolin Schleenbecker

Die Idee hinter der Aktion war, dass sich die Schulgemeinde dachte, dass etwas getan werden müsse. Zuerst sollten Poster an die Schulfenster gehängt werden. Doch dann fand die Sammelaktion großen Resonanz. »Ähnlich wie bei der ›Schuhkarton-Sammelaktion‹, an der wir uns jedes Jahr vor Weihnachten beteiligen, wurden Sachen für die Menschen in der Ukraine gesammelt und gepackt. Die Kinder sollen mit dieser Aktion auch spüren, es geht weiter und sie können helfen. Wir haben eine tolle Schulgemeinde«, fährt Schleenbecker fort. Sie dankte allen, die sich an der Aktion beteiligten, besonders auch Carmen Heil als ehemalige Mutter eines Kindes, die den direkten Kontakt hergestellt hatte und auch beim Verladen der Hilfsgüter anwesend war und mit anpackte. Auch mit dem eigenhändigen Verladen der leichteren Pakete konnten die Kinder selbst Sehen und spüren, wie es mit der gesammelten Hilfsgütern weitergeht und dass die Aktion am Laufen ist.

Im Vorfeld hatten die Klassenleitungen mit den Kindern mehrere Tage die Hilfsgüter in Kisten einsortiert. Auf dem hinteren Schulgelände verluden die Schulkinder und das Kollegium zusammen die Pakete in den Avis-Lieferwagen. »Wir haben sehr viele Sachen sammeln können, darunter Windeln, Zahnpasta, Seife, haltbare Lebensmittel, Wasser Babynahrung, Medikamente und vieles mehr. Die Eltern haben die Aktion ebenfalls toll unterstützt. Wir sind sehr glücklich darüber«, konstatierte Schulleiterin Schleenbecker.

Für das Verladen war eigens die Schulpause genutzt worden, damit alle dabei sein und auch mithelfen konnten. Heil wies darauf hin, dass alle Hilfsgüter direkt in der Ukraine ankommen, auch die der WLS. Bereits am Dienstag war ein Lkw der Firma Avis mit Hilfsgütern in Richtung Ukraine gestartet.

In den Tagen zuvor hatten sich den gesamten Unterrichtsfächer, besonders jedoch in den Fächern Religion- und Ethik, die Kinder mit dem Ukraine-Krieg und den Folgen auseinandergesetzt und konnten ihre Fragen und Ängste an die Lehrkräfte richten Für die nahe Zukunft stellt sich die Wilhelm-Leuschner-Schule auf Flüchtlingskinder ein.

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