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Projektarbeit kann beginnen

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Die Teilnehmerzahl am Montagabend im Mehrzweckgebäude in Kinzenbach ließ zu wünschen übrig. Dennoch verfolgten die wenigen Interessierten die Präsentation zum Thema Projektmanagent von Dr. Manfred Ehlers. © Theis

Heuchelheim (lth). Im Dezember des vergangenen Jahres hat die Gemeinde Heuchelheim in Zusammenarbeit mit dem Büro Plan ES Schade aus Gießen den Masterplan Heuchelheim 2040 der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Engagierte Ehrenamtliche, Kommunalpolitiker sowie die Verwaltung haben eine Vielzahl von Themengebieten mit Unmengen von Vorschlägen für die weitere Entwicklung der Gemeinde in den nächsten 20 Jahren gemacht.

Damit der nächste Schritt nun vollzogen werden kann und die Projekte gestartet werden können, lud die Gemeinde am Montagabend alle Interessierten zu einem Infoabend über den weiteren Fortgang der Arbeiten ein. Leider folgten diesem Aufruf nur sehr wenige Heuchel-heimer und Kinzenbacher.

Der Bürgerbeteiligungsprozess ist einer der zentralen Bausteine des Masterplans 2040. Während des Schaffensprozesses im vergangenen Jahr haben sich insgesamt 36 Projekte heraus kristallisiert, die es nun gilt, in Arbeitsgruppen nach und nach umzusetzen.

Einzelne von der Gemeinde geleitete Arbeitsgruppen haben sich bereits auf den Weg gemacht, doch gibt es den verbreiteten Wunsch seitens der Ehrenamtlichen, parallel dazu auch eigene Projekte voranzutreiben. Damit mit der Arbeit in der Gruppe gestartet werden kann, ging es am Montag darum, dass die Ehrenamtlichen das »Rüstzeug« bekommen, damit die Projekte auch erfolgreich abgeschlossen werden können, erklärte Bürgermeister Lars Burkhard Steinz (CDU). Mit »Rüstzeug« meinte er das Thema Projektmanagement. Willi Heß führte als Experte ins Thema ein. Durch seinen beruflichen Werdegang als Maschinenbaumeister und Weiterbildung in Arbeitswirtschaft gehörte das Projektmanagement zu seiner früheren beruflichen Praxis, wie er selbst angab.

Nach seiner kurzen Einführung machte Heuchelheims Erster Beigeordneter Dr. Manfred Ehlers das Thema des Abends greifbar und stellte anhand von vier Phasen, die ein Projekt zu durchlaufen hat, heraus, wie man bei der Projektarbeit innerhalb der Gruppe richtig vorgeht und was es alles zu beachten gibt.

»Bei einer Projektgruppe ist es entscheidend, dass jeder gehört wird«, erklärte Ehlers. Wichtig sei, dass man mit der Arbeit anfängt, denn Projekte sind dafür da, möglichst schnell abgehandelt zu werden, so der Erste Beigeordnete. Die gezielte Einbringung eines Experten sei für die Arbeit innerhalb der Gruppe wichtig, um das Gesamtprojekt nach vorne zu bringen. Bei jeglicher Art von Schwierigkeiten sowie bei der Suche nach Experten stehen sowohl die Verwaltung, Ehlers selbst sowie sein Vorredner Willi Heß jederzeit zu Verfügung.

Die geringe Teilnehmerzahl führte ein Bürger auf mangelndes Interesse zurück. »Es sind leider immer die selben, die an solchen Veranstaltungen teilnehmen«, gab er zu bedenken. Er sehe daher für viele Projekte, die aufgeführt wurden, schwarz, was die schlussendliche Umsetzung betreffe.

Steinz sowie auch Ehlers versuchten, dies zu relativieren. »Wenn sich nur wenige für ein bestimmtes Projekt interessieren, dann ist es für Heuchelheim womöglich auch nicht von großem Belang«, meinte Steinz.

Und Ehlers nahm auch die Anwesenden etwas in die Pflicht, für einzelne Projekte in ihrem Bekanntenkreis zu werben und so eventuell zu einer Projektgruppe zusammen zu finden. »Es müssen Personen gefunden werden, die für das Projekt auch zu 100 Prozent einstehen«, sagte Ehlers.

Über alle laufenden Projekte sowie den gesamte Masterplan 2040 kann man sich unter www.masterplan-heuchelheim.de informieren. Ab 8. April soll dieser auch als gedruckte Version in der Verwaltung bereit liegen. Zudem werden zeitnah alle Personen angeschrieben, die sich bereits für Projekte, die eine Gruppengröße von fünf Mitgliedern erreicht hat, gemeldet haben. Die Präsentation sowie alle Fortschritte und Termine werden ebenfalls künftig auf der Homepage des Masterplans einsehbar sein.

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