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Steinz soll erneut Posten von Fricke übernehmen

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Von: Thomas Wißner

Heuchelheim (twi). Erneut soll Bürgermeister Lars Burkhard Steinz (CDU) die Nachfolge seines Amtsvorgängers Helmut Fricke antreten. Dessen Amtszeit als Ortsgerichtsvorsteher des Ortsgerichts Heuchelheim endet am 11. Oktober und Fricke steht für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Einstimmig wurde dieser Vorschlag der in dieser Woche zusammenkommenden Gemeindevertretung zur Annahme beschlossen.

Nachdem der seitherige Schiedsamtsstellvertreter Dr. Manfred Dietz auf eigenen Antrag vom Amtsgericht Gießen aus seinem Amt entlassen wurde, ist nun die Wahl eines neuen Stellvertreters erforderlich. Dafür haben sich mit Arnold Richter und Ines Klingenmaier zwei Heuchelheimer beworben. Nach Vorstellung im Gemeindevorstand wurde von diesem »unter zwei sehr guten Bewerbern aufgrund der durchgeführten Gespräche Arnold Richter für das Amt des Schiedsamtsstellvertreters vorgeschlagen«. Dessen Amtszeit beträgt fünf Jahre. »Wir kannten vorher beide Personen nicht, sollten aber Frau Klingenmaier für die ein oder andere Aufgabe im Auge behalten«. Nabu-Vorsitzender Dr. Peter Ströde stellte das Projekt der Umweltstation Heuchelheim am Kahnplätchen nochmals vor (wir berichteten). Ein Trägerverein soll letztendlich das Gebäude unterhalten und für die Pflege aufkommen. Angestrebt ist ein Erbbaurechtsvertrag mit dem zu gründenden Trägerverein. Die Umweltstation soll vielfältigen Zwecken und Vorhaben dienen. Die Kommune soll dafür 280 000 Euro zur Verfügung stellen. Hierfür gab es eine mehrheitliche Beschlussempfehlung, zwei SPD-Vertreter votierten dagegen. Auch bei der Übernahme der Folgekosten durch die Stadt für die nächsten zwölf Jahre gab es zwei Gegenstimmen, so dass letztendlich für beide Anträge eine mehrheitliche Beschlussempfehlung seitens des Ausschusses für die Gemeindevertretung erfolgte.

Wohneinheit kaufen

Eine einstimmige Beschlussempfehlung gab es für den geplanten Ankauf einer Wohneinheit in einem Gebäude des »Seniorenzentrums Heuchelheim« im Linnpfad. Die zu erwerbende Einheit Nr.83 soll der Verbesserung der Situation der Kinderbetreuung in der Gemeinde dienen und hier Tagesmüttern eine Betreuungsmöglichkeit bieten. Aktuell bestehe zwar kein größerer Handlungsbedarf allerdings gebe es einen jährlich auftretenden Engpass bei der Versorgung für Kinderbetreuungsplätze, welche für Kleinkinder zwischen zwölf und 18 Monaten vorgehalten werden sollten. Die Eltern haben einen gesetzlichen Anspruch auf Betreuung und die Kommune versucht, dem auch nachzukommen. In der Regel gelingt auch die Unterbringung, aber dies ist verbunden mit einem gewissen Unmut in der Elternschaft. Bedingt durch die Struktur des Kindergartenwesens in Heuchelheim ist die Kommune auch der alleinige Anbieter von Betreuungsleistungen; ein Wettbewerb zwischen verschiedenen Kindergarten-Anbietern existiert leider nicht. Ferner sind sogenannte Tageseltern den Kindertagesstätten rechtlich gleichgestellt. Tageseltern werden vom Verein »Eltern helfen Eltern« aus Gießen koordiniert und anfragende Eltern werden an freie Tageseltern verwiesen. In Heuchelheim gibt es zwar Personen, welche Interesse an einer Arbeit als Tagesmutter haben und bereit sind, die Ausbildung zu absolvieren, allerdings scheitert das Vorhaben oft daran, dass die Interessenten selten geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung haben. Gerade das Vorhalten eines Angebotes von Tageseltern ist aber geeignet, die Situation der Betreuung im Bereich der U3-Kinder nachhaltig zu verbessern. »Von anderen schon umgesetzten Projekten hat man die Erkenntnis gewonnen, dass sich ein Seniorenheim und eine Kinderbetreuung zudem gut ergänzen und beide Generationen daraus Vorteile ziehen. Der Verkaufspreis von rund 2700 Euro pro Quadratmeter erscheint moderat, verglichen mit den aktuell aufgerufenen Neubaupreisen in der Region zwischen 3500 bis 3800 Euro pro Quadratmeter«. Die zu erwerbende Einheit Nr. 83 mit weist eine Fläche von 149,05 Quadratmeter im Innenbereich und 61,5 Quadratmeter Terrassenfläche im Erdgeschoss des »Hauses der Pflege« für einen Kaufpreis von 450 000 Euro zuzüglich Grunderwerbsteuer und Notar- und Gerichtskosten in Höhe von rund 31 500 Euro aus«. Auch die neue Stellplatzsatzung wurde der Gemeindevertretung einstimmig zur Annahme empfohlen.

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