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Umstieg bringt 220 800 Euro ein

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Priska Hinz übergab die Förderbescheide. Foto: Jahn © Jahn

Für das sanierte und erweiterte Gebäude der Heuchelheimer Gemeindeverwaltung wird künftig Solarstrom und Erdwärme genutzt. Das wird vom Hessischen Ministerium Wert geschätzt.

Heuchelheim (ljh). Ganz fertig ist das umfassend sanierte und erweiterte Gebäude der Heuchelheimer Gemeindeverwaltung im Linnpfad noch nicht, vorzeigbar ist es aber bereits. Dass dies insbesondere auch für die energetische Ausstattung gilt, zeigt die Wertschätzung des Projektes durch das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Ministerin Priska Hinz und ihr Ministerium fördern den bei der Sanierung vollzogenen Umstieg auf Solarstrom und Erdwärme mit insgesamt 220 800 Euro, die Förderbescheide wurden nun den beteiligten Personen übergeben.

Letztes i-Pünktchen

Als »letztes i-Pünktchen« der Sanierung bezeichnete Heuchelheims erster Beigeordneter Dr. Manfred Ehlers in Vertretung von Bürgermeister Lars Burkhard Steinz die bald anstehenden und nun geförderten Maßnahmen. Die Wärmeversorgung wird von Erdgas auf eine Sole-Wärme-Wasserpumpe umgestellt werden, zudem wird Strom durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach erzeugt. So soll die Versorgung der Gemeindeverwaltung bis zu 90 Prozent autark möglich sein. Damit können künftig jährlich mehr als 28 Tonnen CO2-Äquvivalente eingespart werden. Die Bohrungen für die Wärmepumpe sollen zeitnah beginnen, sie kann dann im Winter die Heizung und im Sommer die Kühlung übernehmen.

Dieses Engagement der Gemeinde ist jedoch »keine Eintagsfliege«, wie Ehlers betonte. Bereits seit 2011 arbeitet eine Energie- und Umweltkommission in Heuchelheim, 2012 wurde ein energiepolitisches Leitbild für die Gemeinde erstellt. Besonders stolz ist man auf das Heuchelheimer Energieeffizienz Forum (HENEF), welches sich schwerpunktmäßig der energetischen Sanierung im Bestand widmet und ein großer Erfolg über die Grenzen Heuchelheims hinaus ist. So ist seit 2011 die Einspeisung regenerativer Energie in Heuchelheim umgerechnet auf den Verbrauch der Privathaushalte von 10 auf über 90 % gestiegen. Weitere Klimaschutzmaßnahmen wurden mit der Bevölkerung im Rahmen des Masterplans 2040 entwickelt und sollen schrittweise umgesetzt werden.

Unterstützung

Ministerin Priska Hinz zeigte sich beeindruckt von Erreichtem und Geplantem in der Gemeinde. Für das wichtige Ziel der Klimaneutralität in Hessen sei das Engagement der Kommunen essenziell, betonte die Ministerin. Daher fördert man seit 2016 mit der Klimarichtlinie entsprechende Projekte der Kommunen. Aus diesem Fördertopf konnte Hinz nun zwei Förderbescheide für die Photovoltaikanlage sowie die Wärmepumpe mit einem Gesamtvolumen von rund 220 000 Euro übergeben und Heuchelheim weiter auf seinem Weg zur Klimaneutralität unterstützten. »Machen Sie weiter so«, war dann auch das passende Fazit der Ministerin.

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