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Wenig Widerspruch aus Heuchelheim

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Die Heuchelheimer Gemeindevertretung bezieht nur zu einem Punkt Stellung zum derzeitigen Entwurf des Regionalplans Mittelhessen

Heuchelheim (lth). Auf Antrag der Grünen-Fraktion hin, soll der Heuchelheimer Gemeindevorstand mit einer Stellungnahme zum derzeitigen Entwurf des Regionalplans Mittelhessen beauftragt werden. Drei Punkte waren im Antrag der Grünen enthalten, nach Abstimmung der Gemeindevertreter wird allerdings nur zu einem Stellung bezogen.

Eine mögliche freie große Siedlungsfläche im Osten Kinzenbachs zwischen der Ost-endstraße und vom Mühlenweg abgegrenzt, soll in den nächsten Jahren nicht weiter nach hinten in Richtung des Bahndammes zugebaut werden, hieß es im Antrag, den Grünen-Fraktionsvorsitzender Stephan Henrich vorstellte.

»Wir beantragen die komplette Streichung der Fläche Kinzenbach Ost, weil wir dort Landwirtschaft, regionalen Grünzug sowie Freilandfunktion erhalten wollen«, erklärte Henrich. Die ohnehin schon geringe Fläche, die den Landwirten zur Verfügung steht und auch für die Naherholung wichtig ist, solle perspektivisch nicht für eine Bauentwicklung geöffnet werden.

SPD-Fraktionsvorsitzender Benjamin Unverricht plädierte dagegen. Er habe die Planungssicherheit bezüglich der Bebauung von Kinzenbach Ost lieber für die nächsten zehn Jahre in gemeindlicher Hand,. denn »es schadet nichts, die Fläche im Regionalplan stehen zu lassen, auch wenn wir nichts damit machen«, erklärte Unverricht.

Auf die Seite der Grünen stellte sich jedoch die Kooperation aus CDU, KWI, FW und FDP. Folglich wurde dem ersten Punkt des Antrags, mit Gegenstimmen der SPD, mehrheitlich zugestimmt.

Anders sah es bei den beiden weiteren Punkten aus. Im Regionalplan taucht mit Abstrichen auch das vor Jahren angedachte interkommunale Gewerbegebiet zwischen Heuchelheim, Biebertal und Wettenberg auf. Von Orion südwärts bis hin zum Verbindungsweg zwischen den Landstraßen sollen laut Regionalplan Entwicklungsperspektiven erhalten werden. Die Heuchelheimer Grünen jedoch lehnen dies wegen schwerwiegenden Eingriffen in die Landwirtschaft, dem regionalen Grünzug sowie dem Landschaftsbild (Burgenblick) ab. Doch sowohl die Zustimmung der Kooperation sowie der SPD blieb aus. Man wolle sich nicht in Angelegenheiten der Nachbargemeinde einmischen, so der Tenor.

Gleiches galt für mögliche Siedlungsflächen auf dem Hardt-Plateau, die zur Stadt Gießen gehören. Eine mögliche Bebauung dort könnte bis zu 400 Meter an die Firma Schunk in Heuchelheim heranrücken. Die Grünen vermuten deshalb Probleme bezüglich Lärm und Sicherheitsabständen. Die SPD teilte diese Einschätzung zwar, doch die Kooperation stimmte dagegen, so dass zu diesem Punkt keine Stellungnahme erfolgt.

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