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120 Minuten kostenlos radeln

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Kreisdezernent Zuckermann (2. v. r) lässt sich von Marius Orth das Buchen eines Leihrades über die Next-Bike-App erklären. Die Bürgermeister Andreas Ruck, Rainer Wengorsch und Julien Neubert schauen gemeinsam mit dem Klimaschutzmanager der Stadt Lich, Peter Kupetz, und der Tourismusbeauftragten Christiane Agel (v. l.) interessiert zu. © Kächler

Ein Leihrad-Projekt startet in Lich, Hungen und Pohlheim. Die ersten zwei Stunden sind kostenlos.

Hungen/Lich/Pohlheim . Mit dem Rad mal eben schnell vom Bahnhof in die Stadt, zum Bus oder ins Krankenhaus? Bis zum 6. Juni bieten die Städte Lich, Hungen und Pohlheim in einem Pilotprojekt ein Leihradsystem an. Die Kosten dafür teilen sich der Landkreis Gießen auf der einen und die drei Kreisgemeinden auf der anderen Seite je zur Hälfte.

Gemeinsam mit Vertretern des Anbieters Nextbike stellten der Verkehrsdezernent des Landkreises Gießen, Christian Zuckermann, und die Bürgermeister Dr. Julien Neubert (Lich), Rainer Wengorsch (Hungen) und Andreas Ruck (Pohlheim) das Projekt auf dem Licher Kirchenplatz vor.

»Die Leihräder sind nicht nur praktisch, sondern bieten auch eine gute und klimafreundliche Alternative zum Pkw auf kürzeren Strecken«, machte Zuckermann deutlich. Mit dem zeitlich befristeten Pilotprojekt sollten möglichst viele Menschen dazu motiviert werden, das Angebot zu testen und das parallel dazu laufende »Stadtradeln« dazu zu nutzen, möglichst oft im Alltag auf´s Rad umzusteigen, so der Grünen-Politiker.

Bürgermeister Neubert (SPD) hofft auf viele Rückmeldungen von Nutzern, um Schlüsse für eine Verkehrskonzept zu erhalten. »Wir wissen, dass die Fahrpläne von Bahn und Bus nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Da können Leihräder durchaus eine prima Alternative sein, um vom Bahnhof aus weiter zu kommen.« Rainer Wengorsch (FW) machte auf einen weiteren Aspekt aufmerksam: »Neben den positiven Auswirkungen auf das Klima, ist die Gesundheitsvorsorge nicht zu unterschätzen.«

Auch Bürgermeister Ruck (unabhängig) hob den »Trainingseffekt« hervor und merkte an: »Jetzt gibt es keine Ausrede mehr, das Auto zu benutzen.«

Wie Marius Orth, Account Manager von Nextbike und Hendric Lauer, Regional Manager Hessen, erläuterten, hat das Unternehmen zum Start 60 Räder bereitgestellt und 15 Stationen eingerichtet, an denen diese abgeholt und zurückgebracht werden können. In Pohlheim sind es sechs, in Lich fünf und in Hungen vier Standorte, an denen jeweils vier Räder stehen.

Und so funktioniert das Ganze: Auf den Leihrädern ist ein QR-Code zu finden, über den die Next-Bike-App heruntergeladen werden kann. Dort können unter der Angabe des Codes »StadtradelnLKGI« 120 Freiminuten abgerufen werden. Anschließend kann zum regulären Tarif von einem Euro pro 15 Minuten (maximal 15 Euro pro Tag) weitergeradelt werden,

Die robusten 7-Gang-Fahrräder kann man auch in einer der drei teilnehmende Städte abholen und in einer anderen zurückgeben.

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