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250 Euro pro Quadratmeter

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Im Dezember hat die Erschließung des Baugebiets »Müllerweg-Stockwiesen« begonnen. Jetzt beschloss das Stadtparlament die Quadratmeterpreise für die Wohnbebauung. © Graf

Die Hungener Stadtverordneten haben die Preise für das Neubaugebiet »Müllerweg-Stockwiesen« in Hungen festgelegt.

Hungen (kag). Auf 240 Euro für die Einzel- und Doppelhausbebauung sowie mindestens 250 Euro je Quadratmeter für die Mehrfamilienhausbebauung wurden die Baulandverkaufspreise für das Neubaugebiet »Müllerweg-Stockwiesen« in Hungen durch einstimmigen Beschluss der Hungener Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag festgelegt. Die Grundstücke für die Mehrfamilienhäuser werden im Bieterverfahren vergeben, wobei 250 Euro der Mindestpreis sind.

Im ersten Bauabschnitt mit 13 402 Quadratmeter, in dem die Erschließungsarbeiten bereits begonnen haben, stehen 20 Grundstücke zur Verfügung. Die Erschließung des zweiten Bauabschnitts mit einer Fläche von 11 173 Quadrat-metern wird im Herbst beginnen. Der Straßenendausbau ist für 2026 vorgesehen. In diesem Neubaugebiet wird die Stadt Hungen einen Kindergarten bauen.

Hungen beteiligt sich mit den Städten Nidda, Gedern, Ortenberg, Schotten und der Gemeinde Echzell am »Interkommunalen Gewerbepark Oberhessen« (IGPO). Die Stadtverordnetenversammlung in Hungen stimmte am Donnerstag mit Mehrheit für den Beschluss, den Zweckverband Interkommunaler Gewerbepark Oberhessen zu gründen. Der Anteil der Stadt Hungen am Zweckverband, der in Nidda-Borsdorf angesiedelt sein wird, wird 19,04 Prozent betragen.

Im Rahmen der Beratungen sprach sich Fabian Kraft (Pro Hungen) dagegen aus, die Einlage von knapp 600 000 Euro aufgrund der angespannten Kassenlage für die Mitgliedschaft im IGPO zu verwenden. Stattdessen soll mit Ökopunkten die Einlage geleistet werden. »Wir schaffen uns eine eigene Konkurrenz für unser Gewerbegebiet Hungen-Süd«, sind Krafts Befürchtungen. Wolfgang Macht (Grüne) ist vom IGPO überzeugt. Er schlug vor, das Projekt auch aufgrund des Wissenstransfers zu unterstützen. Christoph Fellner von Feldegg (SPD) riet, das Gewerbeprojekt Hungen-Süd nicht zu lange liegen zu lassen. Es sei für Hungen wichtig.

Die Stadt Hungen will in Villingen in der Bahnhofsstraße aufgrund des Mehrbedarfs an Betreuungsplätzen ihren Kindergarten erweitern. Es bot sich an, das Nachbargrundstück im Rahmen des Vorkaufsrechtes für die Erweiterung anzukaufen. Auf Nachfrage der Stadt teilte der Hessische Städte- und Gemeindebund mit, dass ein Vorkaufsrecht nicht geltend gemacht werden könne, weil das Merkmal »zum Wohle der Allgemeinheit« alleine nicht ausreiche. Um das Vorkaufsrecht zu begründen, seien weitere Merkmale entsprechend Paragraf 24 Baugesetzbuch notwendig. Die Stadtverordneten stimmten auf Empfehlung von Bürgermeister Rainer Wengorsch einstimmig gegen den Beschluss, das Vorkaufsrecht auszuüben. Jetzt muss die Stadt darüber nachdenken, wie sie das Problem mit den Betreuungsplätzen löst. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde darüber nachgedacht, ob ein Anbau an das Bürgerhaus in Villingen ein Weg sei.

Bündnis 90/Die Grünen wollen in Hungen die Häuslebauer dazu verpflichten, die Dächer ihrer neuen Häuser mit Photovoltaik- und Solarthermieanlagen zu bestücken. Am Donnerstag hat der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Wolfgang Macht, einen entsprechenden Antrag eingebracht und in der Stadtverordnetenversammlung erläutert. Der Antrag geht als Prüfauftrag in die Gremien und kommt über Magistrat und zuständige Ausschüsse zur Entscheidung wieder in die Stadtverordnetenversammlung zurück.

Um die hohe Nachfrage nach zusätzlichen modernen Wohnungen durch die Aktivierung gering genutzter innerstädtischer Flächen zu bedienen sowie die Attraktivität des Stadtkerns zu stärken und die weitere Versiegelung zu vermeiden, haben die Grünen den Antrag gestellt, das Interesse der Grundstückseigentümer im Areal Kaiserstraße, Robert-Koch-Straße, Hartigstraße und Poststraße an einer städtebaulichen Entwicklung zu erkunden. Nach Diskussion des Für und Wider wurde der Antrag in die Gremien verwiesen

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