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28 Kubikmeter Unrat entfernt

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In Obbernhofen beteiligten sich unter anderem rund 30 Kinder und Jugendliche der Kinderfeuerwehr »Firekids« an der Müllsammelaktion. © Stadt Hungen

Über 280 Teilnehmer setzen bei Müllsammelaktion Zeichen für saubere Heimat in Hungen.

Hungen (red). In dem zweiwöchigen Aktionszeitraum waren in der Stadt Hungen und Stadtteilen Ortsbeiräte, Vereine, Jagdpächter, Parteien, Schulklassen, Betreuungsgruppen, Familien und viele Einzelpersonen unterwegs, um ihre Heimat und die Natur von wildem Müll zu befreien. Insgesamt haben sich 164 Erwachsene sowie 121 Kinder und Jugendliche beteiligt.

Bürgermeister Rainer Wengorsch zeigt sich überwältigt von der großen Teilnahmebereitschaft der Bürgerinnen und Bürger: »Ich bedanke mich herzlichen bei allen, die so tatkräftig bei der Aktion mitgeholfen haben. Dank des Engagements jedes Einzelnen konnten circa 28 Kubikmeter Müll aus der Natur entfernt und einer ordentlichen Entsorgung zu geführt werden.«

Viele Gruppen hatten Erfahrung

Viele Gruppen beteiligten sich bereits zum wiederholten Male. Dazu gehörte auch der ASV Hungen. Dieses Jahr wurde von ihm der Flussabschnitt der Horloff von der Untermühle flussaufwärts bis zur Rialtobrücke gesäubert. Vor allem die Rialtobrücke entpuppte sich als »Müllhotspot«. Hier wurden beispielsweise gefunden: Ein Kofferradio, ein DVD Spieler, ein Tretroller, über 50 Flaschen und Dosen, Kleidung, Decken, Batterien, Baumaterialien und diverses Spielzeug. Das Highlight für die Sammler war ein Fahrradständer eines ehemaligen Hungener Sportgeschäftes, welches schon seit Jahrzehnten nicht mehr existiert. Ebenfalls in der Kernstadt unterwegs waren Kinder des Erlebnishofes sowie Schüler der Gesamtschule Hungen sowie Mitglieder des Ortsbeirates Hungen, der jungen Union Ostkreis Gießen, der SPD, des Bündnis 90/ Die Grünen sowie des Partnerschaftsvereins »Conversation francaise« und des Stadtmarketings.

In Villingen waren Mitglieder der Freien Wähler und der CDU auf Sammeltour. Insgesamt konnte ein kompletter Autoanhänger mit wildem Müll gefüllt werden. Zwei weitere Villinger sammelten entlang der Straße von Villingen in Richtung Hungen. Die Funde hier reichten über ein Autofenster bis hin zu einem Tresor.

Des Weiteren organisierten die jeweiligen Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher in den Stadtteilen Bellersheim, Inheiden, Obbornhofen, Rabertshausen und Langd großangelegte Sammelaktionen.

Die 43 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Obbornhofen - darunter 30 Kinder und Jugendliche der Kinderfeuerwehr »Firekids«- zogen eine positive Bilanz: In der Gemarkung Obbornhofen war nicht viel Müll zu finden. Einziger »Müllbrennpunkt« war die Straße L 3354 von Bellersheim nach Wohnbach. Hier wurden sehr viele Glasflaschen, darunter allein 21 Ramazottiflaschen, gefunden. Auch in Nonnenroth lag der Schwerpunkt auf Altglas. Die Nonnenröther Feuerwehr fand hier vor allem Altglas in Form von Biergläsern und Schnapsgläsern, aber auch leeren Wein und Sektflaschen.

In Inheiden waren die von der Stadt zur Verfügung gestellten Zangen gleich mehrfach in Gebrauch: Neben den 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Betreuungsvereins der Grundschule waren auch Ortsvereine und selbstorganisierte Kindergruppen sowie Familien mit den Zangen unterwegs.

Weitere Familien waren in den Stadtteilen Nonnenroth, Steinheim, Rodheim und Bellersheim für eine saubere Landschaft am Start.

Wie 2021 auch, war Rodheim wieder der »Jägermeisterflaschenhotspot«.Zwar wurden im Vergleich zu vergangenem Jahr (370 Flaschen), dieses Jahr »nur« 170 gefunden, aber für eine Pyramide hat es auch diesmal wieder gereicht.

Die Zangen und Müllbeutel für die Aktion wurden von der Stadt Hungen bereitgestellt. Die Entsorgung des gefundenen Mülls erfolgte über den städtischen Bauhof.

Abschließend gibt es noch einen Tipp an die Kräuterlikörliebhaber in Obbornhofen und Rodheim: Altglasflaschen können, wie viele andere Materialien, sehr gut recycelt werden. Dafür stehen im gesamten Stadtgebiet Altglascontainer bereit. Einfach mal versuchen die Flaschen richtig zu entsorgen, ist ganz einfach, schont die Umwelt.

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