1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Hungen

Blick auf das Kind steht im Vordergrund

Erstellt:

gikrei1509kita_150922_4c
Die Türen der Kita »Regenbogenland« stehen künftig auch Erwachsenen offen. Foto: Graf © Graf

Ein Familienzentrum soll die Kindertagesstätte »Regenbogenland« in Obbornhofen werden. Eine Zertifizierung soll im Oktober erfolgen.

Hungen (kag). Die Kindertagesstätte »Regenbogenland« in Hungen-Obbornhofen soll Familienzentrum werden. Dafür plädierten die Mitglieder des Hungener Sozialausschusses einstimmig in ihrer Sitzung am Montag. Zuvor hatte die Leiterin der Kita, Sabine Müller-Leschhorn, den Politikern das Projekt vorgestellt und diese durch die Kita geführt und ihnen die Einrichtung gezeigt.

Der 1963 in Obbornhofen eröffnete Kindergarten wurde mehrmals erweitert und zu einer Kindertagesstätte mit Mittagsverpflegung und erweiterten Öffnungszeiten ausgebaut. Derzeit werden 53 Kinder ab dem zehnten Lebensmonat bis zum Schuleintritt in drei altersübergreifenden Gruppen betreut. 2019 habe der Weg zum Familienzentrum begonnen. Die Zertifizierung solle im Oktober 2022 erfolgen, so die Leiterin.

In der Kita richte sich der Fokus auf die Kinder, im Familienzentrum sei er auf die Familien ausgerichtet, erklärte Müller-Leschhorn und fuhr fort, dabei stehe der intensive Blick auf das Kind im Vordergrund, werde aber auf das generationsübergreifende Familiensystem ausgeweitet. Familienzentren bieten für Kinder und Familien eine ganzheitliche familienbezogene Infrastruktur mit den entsprechenden Offerten an. Sie haben das Ziel, die Familie als Ganzes anzusprechen.

Die Angebote sind kostenfrei oder kostengünstig und orientieren sich an den Bedarfen der Familie. Im niedrigschwelligen Bereich werden für die Kinder seit etwa zehn Jahren einmal wöchentlich »Musikschule« sowie Tennis (ab vier Jahren) und Yoga durch eine Yoga-Lehrerin angeboten. Für die Eltern gibt es Themen-Elternabende und Beratungsangebote sowie durch Externe »Erste Hilfe für das Kind« und die Krabbel-Gruppe. Im Rahmen der ganzheitlichen Projekte gibt es jeden morgen ein gemeinsames, gesundes Frühstück mit regionalen (Bio-)Produkten. Die Kinder lernen, mit Hilfe der Landfrauen, Streuobstwiesen, Hochbeete, Apfelsaft pressen und das Brüten der Hühnereier kennen.

Sehr wichtig sei die Vernetzung des Familienzentrums mit den örtlichen Vereinen, den örtlichen Kooperationspartnern, den maßgeblichen Stellen des Trägers (Stadt Hungen), der Schule, den Beratungsstellen, dem Förderverein und den Ehrenamtlichen. So seien Ute Schmidt, die Vorsitzende des Landfrauenvereins, als Vorlesepatin und Eberhard Müller vom Obst- und Gartenbau-Verein mit seinem handwerklichen Geschick als Kreativpate ein großer Gewinn für das Familienzentrum, sagte Müller-Leschhorn.

Auch interessant