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Durchkommen für Lkw wird schwerer

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Der Hungener Bau- und Planungsausschuss hat sich für das Verkehrs- und Parkraumbewirtschaftungskonzept für das Stadtumbaugebiet Hungen-Kernstadt entschieden

Hungen (kag). Am Dienstag hatten die Mitglieder des Hungener Bau- und Planungsausschusses die Aufgabe über das 68-seitige Verkehrs- und Parkraumbewirtschaftungskonzept für das Stadtumbaugebiet Hungen-Kernstadt zu entscheiden.

Verkehr neu gliedern

Die von LK Argus Kassel GmbH erstellte Konzeption wurde von Matthias Olschewski präsentiert, der noch weitere annähernd 20 Bilder und Schaubilder vorstellte.

Als Zielsetzung im Fördergebiet Gießener Straße, Kaiserstraße, Ladestraße und Friedberger Straße wurde festgelegt, den bisherigen Verkehrsraum für den fließenden und ruhenden Verkehr neu zu gliedern, die Verkehrsflächen für Fußgänger und Radfahrer aufzuwerten und Querungshilfen für Fußgänger zu schaffen.

Außerdem bestehe Potenzial darin, mögliche Grünstrukturen zur Verbesserung der kleinklimatischen Verhältnisse herzustellen (Homepage Stadt Hungen).

Erweiterung des Stellplatzangebots

Bürgermeister Rainer Wengorsch erläuterte, dass neben der Verkehrsentlastung, Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit im Stadtkern grundsätzliche Lösungen für die Situation am Bahnübergang, die Aufwertung der Fuß- und Radwegeverbindungen sowie die Erweiterung des öffentlichen Stellplatzangebotes aufgezeigt werden.

Dabei liege, erläuterte Wengorsch, der Fokus auf dem Rad- und Fußverkehr.

Reduzierte Geschwindigkeiten

So habe Argus dann auch zwei Versionen vorgestellt, bei denen die Prioritäten einmal bei den Radwegen und einmal bei den Fußwegen lägen.

Mit dem neuen Konzept werde der Verkehr über die Gießener Straße langsamer, für den Lkw-Verkehr werde das Durchkommen schwieriger, aber dieser solle die Stadt ja auch nicht für den Durchgangsverkehr nutzen, so Wengorsch weiter. Als »Handlungsempfehlungen« bezeichnete Olschewski das Konzept, das wegfallende Park- und Stellplätze, alternative Rad- und Fußrouten und reduzierte Geschwindigkeiten beinhalte.

Es sei die Grundlage für weitere Planungen. Allerdings sei der Raum begrenzt. »Wenn ich jemandem Raum geben soll, muss ich wieder anderen welchen wegnehmen«, antwortete er auf kritische Fragen.

Knackpunkt Bahnübergang

Hartmut Gall (Freie Wähler) sieht den Knackpunkt am Bahnübergang, aber auch eine bessere Wohnqualität für Menschen, die in der Gießener Straße leben. Auf die Anzahl und Ausführung der Parkplätze am Ärztehaus, bei den beiden Apotheken und der Bank wies Wolfgang Macht hin.

Ausschuss frühzeitig mit einbeziehen

Der Grünen-Politiker stellt sich vor, die ersten Pläne im Rohentwurf in den Bau- und Planungsausschuss zu bekommen und diese gemeinsam an mehreren Abenden durchzuarbeiten.

Die Ausschussmitglieder beschlossen dann das Konzept auch unter der Maßgabe, dass der Bau- und Planungsausschuss frühzeitig in die weitere Planung einbezogen wird, und empfahlen die Annahme in der Stadtverordnetenversammlung.

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