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Endlich wieder musizieren, singen und tanzen

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Die Vorfreude auf das Konzert ist bei allen Mitstreitern groß. Foto: Kleinert © Kleinert

Das Konzert »Friedensmusik« mit und für ukrainische Künstlerinnen und Künstler lockt am Sonntag in die Stadtkirche Hungen.

Hungen (red). Auf ein ganz besonderes Konzert unter dem Titel »Friedensmusik« können sich die Besucher am Sonntag, 10. Juli, in der Hungener Stadtkirche freuen.

Dessen Organisation ist Teil der Unterstützung von Christiane Anderle für ihre ukrainischen Kolleginnen und Kollegen. In Pfarrer Marcus Kleinert hat die Schulleiterin der Musikschule Hungen einen hervorragenden Kooperationspartner gefunden. Zudem bietet die evangelische Kirche einen würdigen Rahmen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Musikschule Hungen, der evangelischen Kirchengemeinde Hungen und Vitalina Pucci. Unterstützt wird die Veranstaltung von künstLich . (Idee und Plakatgestaltung). Vitalina Pucci, selbst in der Ukraine geboren, lebt seit vielen Jahren in Hungen, Langsdorf und seit drei Jahren in Lich. Seit November 2003 unterrichtet sie Klavier an der Musikschule Hungen, außerdem ist sie Pianistin des Trio »Bittersüß« und arbeitet im Vorstand von künstLich.

Bis zum Beginn des Krieges lebten ihre Eltern und ihr Bruder mit seiner Familie im Norden der Ukraine, nahe der belarussischen Grenze. In den ersten Tagen des russischen Bombardements ließen sie alles zurück und kamen nach einer abenteuerlichen Flucht über Polen nach Lich. Hier waren sie vorerst alle bei Vitalina und ihrem Mann untergekommen.

Auch die anderen Mitwirkenden des Konzerts sind noch nicht lange in Deutschland. Bis vor Kurzem führten sie ein normales Leben in der Ukraine. Sie waren Künstler, waren Musiker. Nun stehen sie vor dem Nichts. Zwar gelang ihnen die Flucht, doch sie besitzen kaum mehr als ihr eigens Leben. Um sie zu unterstützen, organisiert Vitalina Pucci gemeinsam mit der Musikschule Hungen und der evangelischen Kirche Hungen dieses Konzert. Um ein wenig Hoffnung zu verbreiten und ihren Landsleuten die Möglichkeit zu geben, das zu tun, was sie gelernt haben und was zentral für ihr Leben war und ist: Zu musizieren, zu singen und zu tanzen.

Mit dabei sind Vitalinas 17-jährige Nichte Anastasiia Kostohryz, die demnächst Bratsche studieren möchte und Vitalinas Mutter Eleonora Akchurina, eine ausgebildete Konzertpianistin. Außerdem Nachwuchstalent Dmytro Havryliuk (16) am Klavier, Pianistin und Komponistin Diana Skoropad, Gesangslehrerin Yana Tarasenko und der junge Saxophonist Daniil Perplesnin. Einen besonderen Akzent setzt die Tänzerin Nelli Syupyur mit einer eigenen Choreografie. Als Co-Moderator und musikalischer Gast dabei ist Hörbuchsprecher und Singer-Songwriter Sven Görtz.

Beginn ist um 17 Uhr.. Der Eintritt ist frei. Eine Spende nach eigener Wertschätzung ist erwünscht. Die Spende geht zu 100 Prozent an die mitwirkenden Künstler.

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