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Endlich wieder richtig krachen lassen

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Von: Rose-Rita Schäfer

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Die Rückkehr der Fünften Jahreszeit spornt zu akrobatischen Leistungen an. Foto: Schäfer © Schäfer

Die Hungener Narren haben mit ihrer fast vierstündigen HCV-Weibersitzung die Fünfte Jahreszeit eingeläutet.

Hungen (rrs). Pünktlich am Samstag um 20.11 Uhr startete der Hungener Carneval Verein im ausverkauften Bürgerhaus in Villingen mit der HCV-Weibersitzung in die heiße Phase der Fünften Jahreszeit. In dem fast vierstündigen närrischen Programm »von Frauen für Frauen« unter dem Motto »HCV echt scha(r)f« ließen es die Weiber erstmals nach Corona wieder so richtig krachen: 14 Nummern mit Tanz, Gesang und Sketchen heizten den kostümierten Narren mächtig ein. Bei ausgelassener Stimmung wurde bis tief in die Nacht gesungen, gelacht und geschunkelt.

Eröffnet und moderiert wurde die Sitzung vom Weiberfaschingskomitee, vertreten durch das bewährte, passend zum Motto als Hirte und Schäfchen herausgeputzte Trio Michelle Schäfer, Svenja Vornlocher und Dorothea Schultheis, die den Weibern mit »Cordula grün« gleich mächtig einheizten.

Ein erster Hingucker war der flotte Gardetanz der »Dance Company«. Mit hoch schwingenden Beinen und akkuraten Schrittfolgen auf der Bühne herumwirbelnd zogen sie die Narren in ihren Bann. Anschließend ließen die »Freaky Flames«, gewandet in weiße Astronautenkluft und mit dem Eingangssong »Völlig losgelöst von der Erde«, in ihrem Showtanz »Dancing on the moon«, gespickt mit Wurfeinlagen und Hebefiguren, nicht nur den Mond, sondern gleich den ganzen Saal beben.

Zeit, bei der zum Chaos ausgearteten Hausparty von Fabienne Weber die Lachmuskeln zu trainieren, bevor die »Matchless« einen ganzen Blumenladen zum Leben erweckten, angefangen vom Beet, über Regen und Sonnenschein, Insektenplage und Düngung bis hin zum Blumenstrauß erzählten sie in ihrem Tanz eine wunderbar blumige Geschichte. Danach waren zum obligatorischen Gewinnspiel Selfies bei Instagram gefragt, wo die drei besten Schnappschüsse zum Schluss mit einer Flasche Sekt honoriert wurden.

Das Männerballett »Die glorreichen Schenkschwinger« stand mit seinem Showtanz »How to Kirmes« den Tanzgirls in nichts nach, begeisterte mit Hebefiguren sowie Flugnummer, während kräftig Kirmes gefeiert wurde. Akrobatisch mit Rad, Spagat und Hebefiguren wurde es beim folgenden Gardetanz der »Red Diamonds«, der Saal tobte - es gab die erste Rakete. Darauf aufsetzend hatten die »Grassee-Hübber« mit ihrer Kochshow leichtes Spiel, gekocht wurde »a scharf Supp« mit tanzenden Hühnern, Eiern und Gemüse, gewürzt mit einschlägigen Stimmungsliedern.

Bei »Soul System« in ihren rot-schwarzen, mit silbernem Glitzer abgesetzten Kostümen ging es zunächst in ihrem Showtanz »Sandman bring me a dream« ruhiger zu. Aber als der Sandsack leer war, schlief eine Woche lang keiner mehr, während die Gruppe mit schwingenden Beinen, lockeren Tanzschritten und Hebefiguren eine kesse Sohle aufs Parkett legte und der Saal brodelte, bis endlich neuer Sand gefunden war. Dem setzte das Männerballett »Villinger Batschboa« mit seiner Indianer-Persiflage »Schuh des Manitu« noch die Krone auf. Hier blieb kein Auge trocken. Beim Indianertanz und dem Einritt der wilden Cowboys stand der Saal Kopf.

Hier war die zweite Rakete fällig, bevor die »Playbacks« mit einem »Best of« der vergangenen zehn Jahre das Stimmungsbarometer in ungeahnte Höhen katapultierten. Nach einem fulminanten Finale feierten die Weiber noch bis zum frühen Morgen weiter und genossen die Cocktails aus der Hürchen-Bar.

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