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Freundlich und barrierefrei

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Nach knapp einem Jahr Umbauzeit konnten nun die Mitarbeiter das neue Hungener Bürgerbüro beziehen. 500 000 Euro hat das Ganze gekostet.,

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Einweihung des neuen Bürgerbüros mit Bürgermeister Wengorsch (l.) und Architekt Uwe Hartmann (r.). © Schäfer

Hungen (rrs). Freundlich, barrierefrei, mit viel Licht und Platz kommt das neue Hungener Bürgerbüro im Nebengebäude des Rathauses in der Kaiserstraße 5A daher. Zu den ganz in weiß gehaltenen Wänden bilden die blauen Sitzmöbel zusammen mit den modernen Schreibtischen einen ausbalancierten Kontrast. Nach knapp einem Jahr Umbauzeit können nun endlich die Mitarbeiter des Bürgerbüros, die sich die Räume mit dem Ordnungsamt teilen, ihr neues Refugium bestehend aus elf Büroarbeitsplätzen, einem Besprechungsraum sowie einem Wartebereich mit Großmonitor und Besucher-WC, beziehen. Damit sind in Hungen ab sofort alle Bürgerdienste unter einem Dach vereint und bieten so zukünftig mehr Besucherfreundlichkeit, bessere Erreichbarkeit und mehr Service.

Lange überfällig

Zur Eröffnung zeigte sich Bürgermeister Rainer Wengorsch sichtlich stolz: »Diese Eröffnung ist ein ganz besonderer Anlass, sie geht einher mit besseren, effizienteren Angeboten und optimalen Bedingungen für unsere Mitarbeiter. Die Neuordnung war dringend notwendig, da es in unserem Rathaus langsam platzmäßig sehr beengt zuging. Die Aufgaben der Verwaltung und damit auch der Platzbedarf wachsen Monat für Monat. Da sind die leer gewordenen Büroräume wie ein Segen Gottes. Vor allem der technische Dienst kann sich nun endlich weiter ausweiten, was schon lange überfällig war. Für unsere Stadt ist das neue Gebäude für die Bürgerdienste jedenfalls ein echter Meilenstein«. War das Ordnungsamt während der Umbauzeit vorübergehend notgedrungen in das Kulturzentrum ausquartiert, was die Tätigkeit der dort beheimateten Vereine stark einschränkte, entfallen nun mit dem Umzug in das neue Gebäude alle Einschränkungen unter denen die Vereinsaktivitäten litten.

Beachtliche 200 Quadratmeter Büroräume stehen dem Bürgerbüro, dem Ordnungsamt und der Hilfspolizei zur Verfügung. Für die energetische Sanierung wurden Türen und Fenster ausgetauscht sowie Decken und Wände gedämmt. Auch Dach und Böden mussten saniert werden und die gesamte Elektrik wurde komplett erneuert.

500 000 Euro Kosten

Das Nebengebäude wurde 1959 erbaut, 2013 in weiser Voraussicht von der Stadt gekauft und dann, ziemlich herunter gekommen, lange Zeit nur zum Teil durch das Ordnungsamt genutzt, der Rest diente als Abstellraum. »Mit 500 000 Euro Gesamtkosten war der Umbau kein Schnäppchen«, resümierte Wengorsch, »aber uns wurde unter die Arme gegriffen«. Insgesamt 232 000 konnten wir über Fördermittel finanzieren. Davon stammen 66 000 Euro, die in energetische Maßnahmen flossen, aus Landesmittel zur Förderung der Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien in den Kommunen. 166 000 Euro stammen aus dem Programm ›Wachstum und nachhaltige Erneuerung‹ vom Städteumbau des Landes Hessen aus Geldern des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sowie des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat. Die Teilnahme am Stadtumbauprogramm zeigte sich wieder einmal als kluge Entscheidung«.

Für Architekt Uwe Hartmann erwiesen sich die Umbauarbeiten als herausfordernd, denn Materialbeschaffungsengpässe, Lieferschwierigkeiten, jede Menge an Corona erkrankte Mitarbeiter und der Ukraine-Krieg forderten ein Arbeiten von der Hand in den Mund. Planungen mussten allzu oft über den Haufen geworfen werden, was die Fertigstellung hinaus zögerte.

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