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»Gesellschaftswagen« bietet Platz für 15 Personen

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Werner Leipold, Rainer Weißbecker und Bürgermeister Wengorsch (v.l.) freuen sich über Zuwachs in der Schäferwagenherberge. Foto: Graf © Graf

Ein neuer »Gesellschaftswagen« der im Rohbau bereits fertig ist und in der Schreinerei steht, wird die ›Schäferwagenherberge‹ bereichern.

Hungen (kag). »Die Vorfreude ist groß«, sagte das Vorstandsmitglied der evangelischen Kirche Rainer Weißbecker, »der Gesellschaftswagen, der im Rohbau bereits fertig ist und in der Schreinerei steht, wird die ›Schäferwagenherberge‹ bereichern. Wir erwarten ihn.«

Auch während der Pandemie-bedingten Auszeit ging es in Nonnenroth weiter. Es wurden Ideen entwickelt, geplant und umgesetzt. Boulefeld, Grillplatz und kreisförmiger Feuerplatz mit Holzklötzen wurden geschaffen. Für den neuen Gesellschaftswagen wurden vom Hungener Bauhof Punktfundamente gegossen und der Boden vorbereitet.

Der »Neue« kann jetzt kommen. Mit seiner Länge von acht Metern und der Breite von 3,6 Metern wiegt er acht Tonnen und kostet 70 000 Euro. In ihm werden auf Sitzbänken und Stühlen mit Tischen etwa 15 Personen Platz haben. Die Multimedia-Ausstattung mit Großbildschirm für Fernsehen und Internet wird es den Gästen ermöglichen, eigene Präsentation, Videos und Fotos zu zeigen, aber auch über das Internet Angebote abzurufen. Ebenso wird es einen Kühlschrank für regionale Produkte geben.

Bürgermeister Rainer Wengorsch ist sich sicher, dass es damit gelungen sei, die Attraktivität nochmals zu steigern, was auch die Übernachtungszahlen beweisen. Die Wochenenden (Freitag bis Sonntag) seien zu 100 Prozent und die Wochen (Montag bis Donnerstag) zu 50 Prozent ausgelastet. Die Zahl der Gäste, denen es so gut gefallen hat, dass sie wiederkommen, sei recht hoch, so Wengorsch. Außerdem werde die Schäferwagenherberge in Verbindung mit dem Dorfgemeinschaftshaus und dem Landhotel für Tagungen, Familienfeiern und andere Veranstaltungen genutzt. Die Schäferwagenherberge habe inzwischen einen hohen Bekanntheitsgrad.

Der Nonnenröther Ortsvorsteher Werner Leipold zeigte sich stolz auf das, was die Dorfgemeinschaft auf den Weg gebracht habe, und stellte fest, dass Initiativen, die von unten kommen, Potenzial für Erfolge mitbringen. Außerdem sei man zusammengewachsen. So fühle sich jeder Nonnenröther als Hungener, und jeder Hungener als Nonnenröther ergänzte der Bürgermeister. Stolz sind sie aber auch über das »System« und die Technik. Es passiere alles automatisch, erklärte Weißbecker. Wenn der Gast komme, hole er den Schlüssel für seinen Schäferwagen aus der per PIN-gesicherten Schlüsselbox. Das System erkenne jetzt, dass Gäste da seien, die Heizung schalte sich ein. Die Lichter auf der Anlage gehen je nach Helligkeit ein oder aus. Der Gast hat alles, was er braucht, im Zugriff. Internet: https://schaeferwagen-nonnenroth.de

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