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»Hungen-Süd falsch geplant«

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Hungen (red). Nachdem die Stadt bisher bereits 3,5 Millionen Euro für Planungen und Ankauf der Flächen für das Gewerbegebiet Hungen-Süd ausgegeben hat, zeichnet sich für die Grünen noch immer keine sinnhafte Strategie für die Entwicklung der Flächen ab. In einer Mitteilung der Fraktion heißt es weiter: »Ursprünglich sollte das Ganze damit refinanziert werden, dass nach Inkrafttreten der Satzung, das Gros der Flächen großparzelliert verkauft wird.

« In der jüngsten Pressemitteilung der Hungener CDU sei aber nur von »drei Flächen für traditionelle Unternehmen« die Rede.

Die seitens der Verwaltung den Stadtverordneten vorgelegte Liste zeige, dass Interessenten überwiegend dem Bereich Logistik und Großhandel zuzuordnen sind. In Anbetracht dessen, dass derartige Ansiedlungen der Kommune selten relevante Steuereinnahmen bringen, nur wenige Arbeitsplätze schaffen, dafür aber ein Höchstmaß an Verkehr und Lärm erzeugen, hätten diese Planungen im Parlament keine Mehrheiten gefunden.

Zu guter Letzt sei ein Runder Tisch vereinbart worden, an dem neben den Parteien auch Vertreter der betroffenen Bürgerschaft eingebunden werden sollten, um gemeinsam ein zukunftsfähiges Vermarktungskonzept zu entwickeln. »Ohne dass ein einziges Treffen am Runden Tisch überhaupt stattfand, hat die Verwaltung einen völlig unzureichend überarbeiteten Bebauungsplan ein zweites Mal offengelegt«, so die Grünen. Auf Antrag von Pro Hungen wurde diese Offenlegung mit den Stimmen von SPD und Grünen, bei Enthaltung von FW und CDU nun gekippt. Statt dafür zu sorgen, dass die Wünsche der betroffenen Bürger gebührend berücksichtigt werden, sieht die CDU im Nachspiel der Abstimmung nun lieber »die wirtschaftliche Entwicklung Hungens erheblich gefährdet.«

Derweil weisen die Grünen auf eine Studie des Umweltbundesamtes hin, nachdem jedes dritte der geplanten Siedlungsprojekte aus rein ökonomischer Sicht für die Kommunen ein Verlustgeschäft darstelle.

Mit der derzeitigen Planung für Hungen-Süd habe die CDU in gewisser Weise völlig recht, wenn sie von einem Millionengrab spricht. »So wie von der Verwaltung geplant, wird Hungen-Süd sicherlich eines werden«, meint dazu Fraktionsvorsitzender Wolfgang Macht.

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