1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Hungen

Knappes »Ja« zu Wildnisfonds

Erstellt: Aktualisiert:

Hungen (kag). Das in den vergangenen Wochen in Presse und Öffentlichkeit heftig diskutierte Förderprojekt Wildnisfonds der Bundesregierung war auch im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) der Stadt Hungen auf der Tagesordnung. Am Ende stimmten die Ausschussmitglieder mit fünf gegen vier Stimmen der CDU und der Freien Wähler.

Während der Beratung machte der CDU-Fraktionsvorsitzende Norbert Marsfelde noch einmal deutlich, dass er es nicht für gut befinde, wie das Projekt gegen die Ortsbeiräte durchgeboxt werde. Die CDU werde sich dagegenstellen.

Das sei für die Freien Wähler ein schwieriges Thema, erklärte deren Fraktionsvorsitzender Holger Frutig. »Wenn wir uns dafür entscheiden, sind die Nutzungsrechte für 176 Hektar Hungener Stadtwald für immer weg.« Für den Bürger sei das Verkaufen, obwohl diese 176 Hektar im Eigentum der Stadt Hungen verbleiben. Dieser Wald sei ein hochwertiger Wald, den die Stadt und die Forstbehörden in den letzten Jahrhunderten geschaffen haben. »Wir werden dagegen- stimmen«, so Frutig.

Die Stadt Hungen möchte sich im Rahmen der Teilnahme am interkommunalen Projekt »Cybersicherheit in öffentlichen Verwaltungen im Landkreis Gießen« den anderen Kommunen anschließen. Das beschlossen die Mitglieder des HFA am Donnerstag einstimmig.

Mit diesem Projekt möchte der Landkreis Gießen die Kreisgemeinden in der Informationssicherheit auf ein Niveau bringen, welches an den BSI IT-Grundschutz angelehnt ist (IT-Grundschutz des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik).

Bürgermeister Rainer Wengorsch stellte das Projekt vor und betonte, dass den häufiger werdenden Cyber-Angriffen, die oft große Schäden verursachen, nur mit hohen Sicherheitsstandards begegnet werden könne. Für die kleineren Städte und Gemeinden sei dies eine kaum zu bewältigende Aufgabe, weil man nicht über die notwendigen Ressourcen verfüge.

Die Stadt Hungen möchte ihr Leitbild überarbeiten oder erneuern. Im HFA stimmten die Ausschussmitglieder dem Vorhaben einstimmig zu.

Rainer Wengorsch hatte dazu erklärt, dass das in den Jahren 2010 bis 214 erstellte Leitbild einer Überprüfung bedürfe, weil sich die Rahmenbedingungen teilweise geändert haben.

Im Leitbild von 2013 heißt es, Städte bilden eine soziale Einheit und verändern sich. So wie sich Menschen Ziele im Leben definieren, so lege das Leitbild einer Stadt die für das Gemeinwohl sinnvollen Ziele fest.

Auch interessant