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Land ab 240 Euro pro Quadratmeter

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Der Hungener Haupt- und Finanzausschuss hat Baulandverkaufspreise für das Neubaugebiet »Müllerweg-Stockwiesen« ausgerufen.

Hungen (kag). In seiner Sitzung am Dienstag hat der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) der Stadt Hungen beschlossen, der Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen, die Baulandverkaufspreise für das Neubaugebiet »Müllerweg-Stockwiesen«, für den ersten Baubabschnitt auf 240 Euro/Quadratmeter für die Einzel- und Doppelhausbebauung sowie für die Mehrfamilienhausbebauung im Bieterverfahren auf mindestens 250 Euro/Quadratmeter festzulegen.

Im ersten Bauabschnitt stehen insgesamt 20 Baugrundstücke auf 13 402 Quadratmetern Fläche zur Verfügung. Die Fläche des zweiten Bauabschnitts beträgt 11 173 Quadratmeter, so dass insgesamt 24 575 Quadratmeter Wohnfläche vorhanden sind. Die Vermarktung erfolgt durch die Hessische Landgesellschaft.

Die Stadt Hungen hat ein Grundstück für den Bau eines Kindergartens erworben. Mit den Erschließungsarbeiten ist bereits Ende vergangenen Jahres begonnen worden. Für die Vermarktung der Grundstücke geht die Stadt von maximal vier Jahren aus. Der Straßenendausbau ist für das Jahr 2026 vorgesehen.

In der Sitzung im Bürgerhaus Utphe wurde außerdem einstimmig die Empfehlung beschlossen, dem Zweckverband »Interkommunaler Gewerbepark Oberhessen« (IGPO) beizutreten. Zuvor hatte Norbert Mai von JPLH-Consult das Projekt und die Satzung des Zweckverbandes erläutert. Die Satzung des Zweckverbandes ist Bestandteil des Beschlusses. Der IGPO soll in Nidda-Borsdorf entstehen.

Zu dem Zweckverband werden außer Hungen (mit 19,04 Prozent der Anteile) auch die Städte Nidda (26,04 Prozent), Gedern (13,02), Ortenberg (13,03), Schotten (20,31) und die Gemeinde Echzell (8,56 Prozent) angehören. Unter dem Leitbild »Gewerbepark der Zukunft - grün statt grau« sollen unter Beachtung der Klimasensibilität bei reduziertem Flächenverbrauch und einer nachhaltigen Strukturpolitik qualifizierte Arbeitsplätze sowie der Ausbau der betrieblichen und universitären Ausbildung im Gewerbepark realisiert werden. Der Gewerbepark soll nachhaltig mit ökonomischem, ökologischem und sozialem Qualitätsanspruch entstehen und geführt werden. Die Aufgaben des Zweckverbandes sind die Herstellung der Erschließungsanlagen, die Vermarktung des interkommunalen Gewerbegebietes und die Festlegung der Kriterien für den Verkauf der Grundstücke. Die Organe des Zweckverbandes sind die Verbandsversammlung und der Verbandsvorstand. Vorsitzender des Vorstandes ist der Bürgermeister von Nidda. Sein Stellvertreter wird aus den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen gewählt. Die Stimmen bei Abstimmungen im Rahmen der Verbandsversammlung zählen entsprechend den Zweckverbandsanteilen. Wichtige Entscheidung werden mit Zweidrittel-Mehrheit getroffen. Bei Abstimmungen über Umlagen und Finanzbedarf sowie über die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses sind einstimmige Voten notwendig. Das Projekt wird durch das Land Hessen gefördert. Norbert Mai rechnet mit einer Förderung in Höhe von zwei bis drei Millionen Euro.

Die beteiligten Kommunen werden Eigenkapital in Höhe von zusammen drei Millionen Euro zur Verfügung stellen, wobei 2.250 000 Euro als Zuschuss im Zweckverband verbleiben. Jede Gemeinde zahlt entsprechend ihrem Anteil, Hungen 19,04 Prozent, entspricht 571 200 Euro. In der von der LBBW (Landesbank Baden-Württemberg) durchgeführten Machbarkeitsstudie und Wirtschaftlichkeitsberechnung wird von einem Beginn der Erschließung im Jahr 2024 ausgegangen.

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