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»Magnet für sanften Tourismus«

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Hungen (red). Die Hungener Grünen bitten alle Bürgerinnen und Bürger aus der Großgemeinde, sich an der Online-Bürgerbefragung der Stadt zu beteiligen. Das Ziel dabei ist, die Nutzungsrechte für etwa 15 Prozent des Hungener Stadtwaldes an die Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe zu übertragen. Es handelt sich um Waldflächen zwischen Villingen und Langd, die bereits jetzt schon einem besonderen Schutz unterliegen.

Sie dienen bereits entsprechend der europäischen FFH-Richtlinie von 1992 zur Erhaltung natürlicher Lebensräume sowie wildlebender Tiere und Pflanzen und dürfen deshalb ohnehin nur sehr eingeschränkt forstwirtschaftlich genutzt werden. Ausführliche Informationen zum Projekt Wildnisfonds stehen auf der Website der Stadt zur Verfügung. Sie wurden im Rahmen der Bürgerinformation am 28. März vorgestellt und diskutiert.

Mit der Übertragung der Nutzungsrechte an die Nabu-Stiftung könnte Hungen als Klimakommune fast 4,5 Mio. Euro einnehmen. Diese Summe stehe dann zum Beispiel für Zukunftsprojekte wie die Anpassung der verbleibenden rund 1000 Hektar Stadtwald an das sich verändernde Klima zur Verfügung. Seit Jahren gebe die Stadt mehr Geld für die Bewirtschaftung ihrer großen Waldflächen aus, als sie einnimmt, so die Grünen in ihrer Pressemitteilung. Der Stadtwald in Hungen sei ein Zuschussbetrieb.

Abgesehen von der rein wirtschaftlichen Betrachtung, erbringen intakte Wälder große Leistungen für Hochwasser- und Klimaschutz. Solche Wälder sind Grundlage eines intakten Wasserhaushaltes in der Region und Lebensraum für vielfältige Pflanzen und Tiere. Zu guter Letzt sind die Hungener Wälder Orte der Erholung - nicht nur für die Bürger unserer Stadt. Ein Waldwildnisgebiet, das zusammen mit Flächen von Hessen-Forst und des Grafen von Laubach eine Ausdehnung von rund 1200 Hektar erreichen wird, darf als Magnet für sanften Tourismus angesehen werden.

Die Grünen hoffen, dass möglichst viele bei der Bürgerbefragung mitmachen und sich für das Projekt Wildnisfonds und damit gleichzeitig in Zeiten des Klimawandels für die Zukunft des Hungener Stadtwaldes einsetzen. (Weitere Informationen auf www.hungen.de und dem Youtube-Kanal der Hungener Grünen.)

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