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Neue Ausstellung zeigt Malerei und Keramikkugeln

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Hungen (red). Am Sonntag, 13. März, wird ab 15 Uhr im Schloss Hungen die Ausstellung »Geometrische Abstraktion - Malerei und Keramik im Dialog« eröffnet. Gezeigt werden Werke von Jutta Spies und Albert Wagner.

Rauchbrand-Kugeln

Jutta Spies zeigt in der Gemeinschaftsausstellung keramische Kugeln aus dem Rauchbrand. Der Rauchbrand ist die ursprünglichste Technik der Oberflächengestaltung für Keramik. Er wird entweder in einer Grube oder wie bei Jutta Spies in einer Tonne ausgeführt. Diese Technik fasziniert, sie ist eine Verbindung zwischen dem Menschen und dem Zufall, dem Erfinden und Experimentieren. Das Feuer zeichnet unvorhersehbare und weitgehend unplanbare Spuren auf die Keramik. Einfluss nehmen kann die Künstlerin durch Materialien, die mit gebrannt werden.

Mehrere Betrachtungsweisen

Albert Wagner gelangte zuerst und vielfach über den Weg des eigenen Fotos, das reduziert und abstrahiert wurde, zum Bild auf Leinwand. Dann über den Weg der konkreten Bildkonstruktion nach eigenen Vorstellungen und Wahrnehmungen aus der Umwelt. In den Bildern werden mindestens zwei Betrachtungsweisen angeboten, was zu einer mehr oder weniger starken Verunsicherung der Wahrnehmung führen soll. Es kommt selten zu einer Eindeutigkeit beim Betrachter, aber zu dessen eigener mentalen Konstruktion von Wirklichkeit. Aufgrund der Zen-Philosophie, laut der keine Leere existiert, sondern immer alles im Zusammenhang zu sehen ist, werden die Flächen - ob farbig oder weiß - entsprechend gegeneinander gesetzt. So ist es durchaus gewollt, dass relativ große »leere« Flächen ein Teil der Komposition sind und damit zu Spannungen führen, die den Betrachter provozieren sollen.

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