1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Hungen

Neuer Kanal gegen Rückstaugefahr

Erstellt: Aktualisiert:

Hungen (red). Ein neuer Kanal in Inheiden soll nicht nur die ohnehin sehr gute Gewässergüte des Badesees weiter verbessern, sondern auch die hydraulische Kanalsituation verbessern und damit die Rückstaugefahr bei Hochwasser reduzieren. Dies beschloss die Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Hungen. In der Vorstandssitzung wurden entsprechende Empfehlungen für die Sitzung der Verbandsversammlung beraten.

Für die Dauer der allgemeinen Wahlzeit der Vertretungskörperschaften der Gemeinden wurden von der Verbandsversammlung der Verbandsvorsteher sowie die Stellvertreter einstimmig wieder gewählt: Verbandsvorsteher Rainer Wengorsch, Hungen, erster stellvertretender Verbandsvorsteher Bürgermeister Eike See (Wölfersheim), zweiter stellvertretender Verbandsvorsteher Kai Mathes (ZOV). Weiterhin wurden der Wirtschaftsplan und der Stellenplan 2022 beschlossen. Der Kostenansatz für den Strom musste aufgrund der Entwicklung der Energiepreise deutlich erhöht werden.

Bei den Investitionen ist eine Kanalbaumaßnahme in Inheiden vorgesehen. Diese ist erforderlich, um die ohnehin sehr gute Gewässergüte des Badesees weiter zu verbessern. Hierdurch wird auch die hydraulische Kanalsituation verbessert und damit die Rückstaugefahr reduziert. Weiterhin wurden für den geplanten Anschluss der Kläranlage Wölfersheim die entsprechenden Mittel eingestellt.

Erster stellvertretender Verbandsvorsteher See informierte zum Stand bezüglich des Wölfersheimer Sees und dem Anschluss der Kläranlage Wölfersheim an die Verbandskläranlage in Utphe.

Hintergrund: Der Ablauf der Wölfersheimer Kläranlage läuft in den früheren Kraftwerksee. Dieser wird hierdurch kontinuierlich mit Phosphor versorgt. Während des Betriebes des Kraftwerkes wurde der See zur Kühlung genutzt und entsprechend umgewälzt und belüftet. Nach Schließung des Kraftwerkes findet diese Umwälzung nicht mehr statt. Hierdurch kommt es am Grund zu Phosphorrücklösungen. Wenn sich bei ungünstigen Witterungsbedingungen die Wasserschichten miteinander vermischen, wird es für die Fische besonders gefährlich. Zur Verbesserung der Situation haben die Gemeindevertreter beschlossen, unverzüglich mit einer Gewässertherapie durch eine Tiefenbelüftungsanlage zu starten.

Zu der weiteren Umsetzung des Anschlusses von Wölfersheim wurde eine Studie zur Kläranlage Utphe durchgeführt. Der Anschluss der Anlage Wölfersheim wurde im Gutachten aus fachlicher Sicht bestätigt.

Auch interessant