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Schäfchen für die Schäferstadt Hungen

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Schafe und alles was dazugehört, stehen in Hungen im Mittelpunkt. So wie hier auf diesem kunstvoll bemalten Garagentor. Foto: Schreiner © Schreiner

Das Hungener Stadtmarketing zieht eine positive Zwischenbilanz. Die Aktion zum 100. Schäferfest kommt gut an und es gab bereits viele schöne Rückmeldungen.

Hungen (klk). Die Schäferei hat in Hungen eine lange Tradition: Bereits ab 1606 lassen sich in den Kirchenbüchern sowohl Stadt- als auch herrschaftliche Schäfer nachweisen. Im Jahr 1922 wurde gar der erste Oberhessische Schäfertag in der ehemaligen Residenzstadt ausgerichtet. Nicht ohne Grund wird also Hungen oft als »Schäferstadt« bezeichnet.

Unter dem Motto »Warum nennen wir uns Schäferstadt?«, stellte das Hungener Stadtmarketing eine Frage und startete vor wenigen Wochen gleichzeitig eine Aktion zum 100. Jubiläum.

Ziel soll es sein; dass Besucherinnen und Besucher von Hungen im Jubiläumsjahr im Stadtbild der Kernstadt wie auch in den Stadtteilen wahrnehmen, warum Hungen als Schäferstadt bezeichnet wird

»Es gab bereits viele schöne Rückmeldungen«, erklärt Martina Beele-Peters, die stellvertretende Vorsitzende des Stadtmarketings.

Vielfältiges Bild

So stünden in verschiedenen Vorgärten Schäfchen, ein Garagentor sei künstlerisch mit einem Schäfer gestaltet, Origamikunst sei in Schäfchenform gefaltet worden, Schaufenster dekoriert oder extra Metallskulpturen erschaffen worden.

Auch eine ganze Schafherde soll noch aufgestellt oder Zäune gestaltet werden.

Eine komplette Bildergalerie ist auf dem Weg nach Hungen und wird in Kürze gut sichtbar platziert.

Ab sofort und bis zum 100. Schäferfest vom 26. bis 29. August soll durch Skulpturen, Bilder, andere Kunstwerke ein vielfältiges Bild der Schäferstadt mit seinen schönsten Schäfchen gezeigt werden. Die Darstellung kann auf vielerlei Weise geschehen und braucht keine professionellen Fähigkeiten: Aus jedwedem Material können Schafe und Gegenstände oder Symbole hergestellt werden, die für die Schäferei stehen, vor allem natürlich Schafe in jeder Ausdrucksform, das heißt klassisch oder modern, verfremdet oder originalgetreu, visuell, akustisch (»Mäh«) oder durch fühlen erlebbar.

Es muss auch nicht unbedingt selbst »gebastelt« werden. Ein bereits geschaffenes oder erworbenes zur Schäferstadt passendes Objekt kann ebenso präsentiert werden. Einzige Bedingung ist, dass das »Werk« (das kein Kunstwerk sein muss) im öffentlichen Raum oder auf zugänglichen Flächen wahrnehmbar ist.

Das bedeutet, dass teilnehmende Objekte auf privaten Grundstücken zumindest öffentlich einsehbar oder mit Zustimmung zugänglich sein sollten wie etwa im (Vor-)garten, an einer Hausfassade oder auf Gebäudedächern.

Teilnehmen können sowohl Privatpersonen als auch Vereine oder offene Gruppen, Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen, Betriebe, Arzt- und andere Praxen, Geschäfte; Banken oder die Stadtverwaltung

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