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»Schandfleck beseitigt«

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Hagen Roth (Bauamt Hungen), Marc Müller (Ing.-Büro Müller), Ulrich Weber, Rainer Wengorsch und Manfred Paul (v. l. ) beim symbolischen ersten Spatenstich. Foto: Graf © Graf

Start für das Neubaugebiet Herrenbeune im Hungener Ortsteil Villingen. Auf einer Fläche von 13 700 Quadratmetern sollen hier im 1. Bauabschnitt 18 Bauplätze entstehen.

Hungen (kag). In Villingen sei ein Schandfleck beseitigt worden, sagte Bürgermeister Rainer Wengorsch beim Start für das Neubaugebiet Herrenbeune im Hungener Ortsteil Villingen.

Die Industriebrache sei aufgeräumt. Es sei kein wertvolles Ackerland verbraucht worden. Mit diesem Schritt nach vorne werde Bauland entwickelt.

Am Mittwochmittag, bei herrlichem Sonnenschein, lag das Baugebiet in seiner Ausrichtung nach Süden und Westen, mit seinem Blick ins Grüne, im gleißenden Sonnenlicht, als der erste Spatenstich von den Verantwortlichen zelebriert wurde.

Auf einer Fläche von 13 700 Quadratmetern sollen hier im 1. Bauabschnitt 18 Bauplätze mit Größen von 544 bis 900 Quadratmetern entstehen. Die Preise liegen bei 225 Euro je Quadratmeter, voll erschlossen.

Die Erschließungsarbeiten werden im 2. Quartal 2023 abgeschlossen sein. Das Regenrückhaltebecken ist bereits fertig.

Die Erschließung des ersten Bauabschnitts erfolgt über eine Sackgasse mit Wendehammer. Mit dem 2. Bauabschnitt wird die Straße weitergeführt, so dass eine Ringstraße entsteht. Einschließlich der privaten Baukosten werden an diesem Standort insgesamt zehn Millionen Euro investiert.

Nachdem bereits die Hälfte der Bauplätze reserviert sei, werde zügig mit dem Start zum 2. Bauabschnitt begonnen, in welchem noch einmal 15 Baugrundstücke entstehen werden, erläuterte der Hungener Bürgermeister. Je Grundstück seien zwei Wohneinheiten möglich. Auf den Grundstücken zur Bahnhofsstraße seien auch Mehrfamilienhäuser denkbar.

Ulrich Weber vom Bauunternehmen Ernst Weber Rechtenbach erklärte, der Abriss und die Verwertung seien recht schwierig gewesen, weil Dinge aufgetaucht seien, mit denen man nicht gerechnet habe.

Interessanter Ort für Bauherren

So seien im Boden Fundamente der Gattersägen, Gatterbänder, Sägen und vieles mehr gefunden worden, was man habe der Verwertung zuführen müssen. Er rechne damit, dass das Projekt in drei bis vier Jahren abgeschlossen sei.

Der Verkauf der Grundstücke erfolgt über die Firma Ernst Weber, Telefonnummer 06441/9785-0, E-Mail info@weber-rechtenbach.de. Außerdem biete Weber auch schlüsselfertige Häuser an.

Dazu sagte Ulrich Weber, Grundstück- und Hauskauf seien voneinander unabhängig zu sehen. Jeder könne sein Haus mit Weber bauen, aber er müsse nicht mit Weber bauen. Der Villinger Ortsvorsteher Manfred Paul betonte, er freue sich darüber, dass für dieses Projekt in Hungens größtem Ortsteil keine landwirtschaftlichen Nutzflächen verbraucht worden seien.

Für die zukünftigen Bauherren sei Villingen ein interessanter Ort mit einer guten Dorfgemeinschaft. Hier gebe es alles, was der Bürger brauche: die Kita, die Grundschule bis zur vierten Klasse, den Tegut-Dorfladen, einen Metzger, eine Tankstelle, einen Friseur sowie Arzt- und Zahnarztpraxis.

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