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Sorge um Inheidener Seegebiet

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Weiterer Siedlungs-Neubau- und Industriegebietsflächen rund um Dorf und See beunruhigen die Inheidener. Eine Unterschriftensammlung läuft und auch die Online-Petition ist freigeschaltet.

Hungen (red). Begonnen hat alles mit der Idee einer Unterschriftensammlung. Bewohner von Inheiden und dem Seegebiet Inheiden/Trais-Horloff sind in Sorge wegen weiterer Siedlungs-Neubau- und Industriegebietsflächen rund um Dorf und See: »Wir möchten unser dörfliches Gesicht behalten und gleichzeitig den naturnahen Charakter des Inheidener/Trais-Horloffer Sees bewahren«, betont Stephan Kannwischer, der auch beim Nabu Horlofftal aktiv ist.

Die Offenlage des Regionalplan-Entwurfs Mittelhessen bietet nun die Möglichkeit, Stellungnahmen und Einwendungen im Rahmen der offiziellen Bürger- und Behörden-Beteiligung zu verfassen.

Diese Chance wollten einige Inheidener gemeinschaftlich nutzen und haben sich deshalb weitere Aktive zum Mitmachen gesucht. Das Dorf Inheiden hat in den vergangenen Jahrzehnten großen Zuwachs an Wohnbebauung erfahren und damit haben auch viele neue Bewohner Einzug ins Dorf gehalten. Weitere verbaute und versiegelte Acker- und Feldbereiche würden der Landschaft nicht gut tun.

Online-Petition

»Damit würden einerseits weniger Nahrungsmittel auf diesen Flächen produziert und andererseits auch der Erholungs- und Freizeitwert der Landschaft um Inheiden und das Seegebiet zusätzlich geschmälert«, so Kannwischer.

Neben der Verkleinerung des »Industrie- und Gewerbegebietes Hungen-Süd« zwischen Inheiden, Trais-Horloff und dem Seegebiet wird auch der Verzicht zweier weiterer Neubaugebiets-Planungen bei Inheiden gefordert.

Weiterhin möchten die Initiatoren auch die längst überholte Straßenbau-Altplanung »Umgehungsstraße Inheiden« in den »Papierkorb« des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) und der hessischen Straßenbauverwaltung befördert sehen. Hinzu kommen einige Vorschläge und Forderungen zur Stärkung ländlich-dörflicher Siedlungen und deren Dorfgemeinschaften, die auch als übergeordnete Zielsetzung in den neuen Regionalplan aufgenommen werden sollten.

Die Unterschriftensammlung läuft seit dem 21. März, die Online-Petition ist seit 22. März freigeschaltet. »Beide finden regen Zuspruch bei Einheimischen, Seebewohnern, Tagesgästen und Freunden des Seegebietes Inheiden/Trais-Horloff«, erklärt Kannwischer..

Die Unterschriften sollen nach Abschluss der Sammlungen an das Regierungspräsidium Gießen übergeben werden.

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