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Stadtverordnetenversammlung stimmt für »Elsa«-Beitritt

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Die Hungener Stadtverordnetenversammlung hat den Beitritt zum Europäischen Bodenbündnis »Elsa« bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung in namentlicher Abstimmung beschlossen.

Hungen (kag). »Hier sitzen ältere Leute und stimmen über die Zukunft unserer Kinder ab«, sagte Frank Bernshausen von den Grünen, als es in der Hungener Stadtverordnetenversammlung darum ging, dem Bodenbündnis »Elsa« beizutreten. Holger Frutig von den Freien Wählern erklärte, Sinn und Hintergrund stünden nicht mehr zur Diskussion, aber es dürfe keine Alibi-Veranstaltung werden, es müssten Taten folgen.

Das Europäische Bodenbündis (Elsa) vereint Städte, Gemeinden und Landkreise mit dem Ziel, sich gemeinsam für einen nachhaltigeren Umgang mit dem Boden einzusetzen.

Beitritt zum Bodenbündnis

Die beigetretenen Städte und Gemeinden sehen sich in der Verantwortung für eine nachhaltige Bodenpolitik in ihren Gebieten und in einer Vorbildfunktion. Mit der Unterzeichnung der Beitrittserklärung zu »Elsa« verpflichtet sich Hungen außerdem, mit den Böden in der eigenen Kommune nachhaltig umzugehen, ein entsprechendes Bewusstsein bei der Bevölkerung aufzubauen und sich aktiv an der Zusammenarbeit und dem Informations- und Erfahrungsaustausch zu beteiligen. Der Beitritt zu »Elsa« wurde in namentlicher Abstimmung gegen zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung der Freien Wähler beschlossen. Zuvor hatte Fabian Kraft von Pro Hungen eine namentliche Abstimmung gefordert.

Vor einigen Tagen berichtete der Gießener Anzeiger über die Beratung der Ausschüsse über das Feuerwehrtechnische Zentrum (FTZ) des Landkreises. Dieses soll zur Entlastung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute vor Ort Leistungen übernehmen. Mit Hungen haben sich alle 18 kommunalen Feuerwehren mit ihren Ortsteilwehren entschieden, an der Kooperation teilzunehmen und die Leistungen in den Bereichen Atemschutz, Funk- und Elektro, Schlauchpflege sowie Pumpen warten und prüfen in Gestalt eines Hol- und Bringservices teilzunehmen.

Der Bebauungsplan »Die Herrenbeune« in Hungen-Villingen wurde in der Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich beschlossen. Damit kann auf einer Fläche von 1, 5 Hektar ein »Allgemeines Wohngebiet« entstehen. Elke Kleinert (Pro Hungen) sah sich erstaunt, dass der Ortsbeirat von Villingen nicht zu dem Thema gehört worden sei. Das fordere die Hessische Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat habe vorgeschlagen, ortsansässige Familien bei der Vergabe zu bevorzugen. Die Grundstückspreise liegen zwischen 225 und 235 Euro (komplett erschlossen).

Einstimmig und nachdrücklich forderten die Hungener Parlamentarier, den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) am Standort Lich (Asklepios Klinik) nicht zu schließen. Er stelle eine wichtige Säule in der medizinischen Grundversorgung dar. Nachts und an Wochenenden seien die Menschen auf den ÄBD angewiesen. Anderenfalls müssten sie bei akuten Erkrankungen den Rettungsdienst rufen oder die Klinik-Notaufnahmen aufsuchen, was dort Kapazitäten beanspruche, die dann für Notfälle nicht verfügbar wären.

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