1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Hungen

Zusteller beziehen neues Domizil

Erstellt:

gikrei1307paketzentrum_1_4c
Der Leiter des Stützpunktes, Kai Dietzmann, demonstrierte die Sortierung der Briefpost. Foto: Graf © Graf

Der neue Zustellstützpunkt der Deutsche Post DHL in der Hungener Beethovenstraße ist offiziell in Betrieb genommen worden.

Hungen (kag). »Der neue Zustellstützpunkt ist eine wichtige Investition in die Zukunft. Er steht für Effektivität, Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit«, sagte Landrätin Anita Schneider anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Zustellstützpunktes der Deutsche Post DHL in der Hungener Beethovenstraße 47 - 49.

Nach einer Bauzeit von zehn Monaten konnten die Zusteller ihr neues Domizil beziehen. Von hier aus stellen die 22 Zusteller Briefe und Pakete in Hungen, Lich und den Ortsteilen zu. Der neue Stützpunkt im Gewerbegebiet nahe der Niddaer Straße und der Bundesstraße 457 bietet für die Mitarbeiter moderne Arbeitsplätze mit einer direkten Anbindung an die B 457.

Kräfte gebündelt

»Wir sind froh, dass wir den Neubau und den Umzug so zügig realisieren konnten,« sagte Vera Guderian, Leiterin der Post-Niederlassung Gießen, und ergänzte, im neuen Stützpunkt gebe es deutlich mehr Platz und man habe die Kräfte in Hungen bündeln können. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten sei notwendig geworden, weil das Paketvolumen rasant wachse und in den nächsten Jahren auch weiter wachsen werde, fuhr sie fort.

Im neuen Zustellstützpunkt in Hungen arbeiten seit dem 20. Juni nun 30 Mitarbeiter. Diese betreuen 22 Zustellbezirke mit insgesamt 21 Orten (Hungen, Lich und Ortsteile). Von dem 5402 Quadratmeter großen Grundstück und der 836 Quadratmeter großen Halle aus werden 14 316 Haushalte mit einem jährlichen Volumen von 2,11 Millionen Briefen und 246 000 Paketen bedient.

22 Fahrzeuge

Den Zustellern stehen 22 Fahrzeuge, bereits viele mit Elektromotor, zur Verfügung. Die komplette Umstellung auf Elektrofahrzeuge der Eigenmarke Streetscooter ist in den nächsten Jahren geplant. Der Strom für die Fahrzeuge kommt aus der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Zustellstützpunktes.

Der Standort verfüge über technische Einrichtungen wie elektronisch gesteuertem Zugang, digitale Erfassung der Sendungen, Überwachung des Gebäudes mit Sicherheits- und Informationstechnik, erläuterte der Pressesprecher Alexander Böhm. Die Beladeplätze seien überdacht und mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge vorgesehen, so Böhm.

Vera Guderian hob in ihrer Präsentation die Qualität der Arbeitsplätze hervor. Es seien gut bezahlte Arbeitsplätze mit tollen Tarifverträgen und Zukunftsperspektiven. Zur Zeit suche die Deutsche Post 100 neue Mitarbeiter für Hungen, Wetzlar und Marburg. Diese sollten 18 Jahre alt sein, den Führerschein besitzen und über Deutschkenntnisse verfügen, so Guderian. Sie selbst sei seit 50 Jahren bei der Deutschen Post und sei stolz darauf, mit so tollen Kollegen zusammenzuarbeiten. Sie habe ihre Laufbahn mit 15 Jahren begonnen und tolle Aufstiegschancen erlebt.

Während eines Betriebsdurchganges konnten die Gästen einen Einblick in die tägliche Arbeit der Zusteller gewinnen und Vieles über den Ablauf sowie die zu bewältigenden Mengen an Briefen und Paketen erfahren.

Täglich werden per Lkw die Briefpost aus Langgöns und die Paketpost aus Obertshausen im Zustellstützpunkt angeliefert. Die Briefe sind getrennt nach Klein- und Großbriefen und danach elektronisch nach Ort, Straße und Hausnummer geordnet, so dass diese an der Sortierwand durch die Zusteller in die einzelnen Gefache in der Reihenfolge der Zustellung (Gangfolge) gelegt werden können. Danach wird die Briefpost in Kästen verpackt, die für die Zustellung neben den Fahrersitz ins Auto gestellt werden. Ähnlich wird mit den Paketen verfahren. Jedoch werden diese vor der Verladung ins Zustellfahrzeug gescannt. Die Reihenfolge der Briefe in den Kästen und der Pakete im Display des Scanners stimmen überein, so dass damit auch die Gangfolge des Zustellers vorgegeben wird, die jeden Tag gleich ist.

Solarstrom

Bürgermeister Rainer Wengorsch wünschte dem Stützpunkt »alles Gute« und sagte, er freue sich, dass hier ein Werk gelungen sei mit einem Gebäude, das auf sich aufmerksam mache. Hinter jedem Brief und jedem Paket stehe eine ausgeklügelte Logistik. Mit Solarstrom für den Betrieb und die Fahrzeuge sei eine nachhaltige Lösung gelungen.

Weitere Grußworte sprachen die Landrätin des Landkreises Gießen Anita Schneider, der Bundestagsabgeordnete Felix Döring (SPD) und die stellvertretenden Kreisvorsitzende der CDU Christel Gontrum (in Vertretung für den Ministerpräsidenten a. D. Volker Bouffier).

Auch interessant