14 Sozialwohnungen für Senioren entstehen in Laubach

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LAUBACH - (ww). 2,3 Millionen Euro wird die Baugenossenschaft Grünberg-Laubach in den sozialen Wohnungsbau investieren. An der Schottener Straße werden gegenüber der Tankstelle 14 Wohnungen entstehen. Das Projekt stellte Klaus Semmler vor. Er schaute zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Anette Henrich und Gerhard Schildwächter in die Hauptausschusssitzung der Stadt vorbei.

Schon der Mieterverein Gießen hatte lobend festgestellt, dass die Baugenossen aus dem Ostkreis die einzigen im Kreis seien, die derzeit Geld für einen Neubau in die Hand nehmen würden.

Semmler erklärte den Ausschussmitgliedern, dass es zwei Vollgeschosse geben werde. Jeweils sieben Wohnungen würden sich im Erdgeschoss und dem ersten Stock befinden. Zehn Wohnungen seien 45, die anderen 60 Quadratmeter groß. Zielgruppe seien Senioren, die noch eigenständig wohnen könnten, aber bereits oder zukünftig Dienstleistungen oder Hilfe beanspruchen wollten. Es sei betreutes Wohnen möglich. Das Gebäude weist auf der Nordseite einen Fahrstuhlturm auf. Eine Kooperation mit einem Pflegedienstleister sei angestrebt. Auch einen Hausmeister werde es geben. Es gehe im Alter oft um kleinere Hilfeleistungen wie das Möbelaufstellen, aber auch Einstellungen am Fernseher. Die Baugenossenschaft wolle einmal in der Woche eine Sprechstunde anbieten. Dazu sei ein Raum eingeplant worden. Dieses Komplettangebot sei auch im Hinblick auf die Örtlichkeit Schottener Straße sehr gut. Die Baugenehmigung sei auf dem Weg, sodass nächstes Jahr mit dem Bau gestartet werden könne.

In der Hauptausschusssitzung wurde auch über die Sanierung der Kernstadt-Ortsdurchfahrt gesprochen. Der Ortsbeirat Laubach um Ortsvorsteher Günther Haas und das Ortsbeiratsmitglied Björn Erik Ruppel hatte sich an die Stadtverordnetenversammlung mit einem diesbezüglichen Antragsentwurf gewandt, der mit einem Zusatz verabschiedet wurde. Da es sich um eine Landesstraße handelt, muss der Magistrat mit den Straßenmanagern von Hessen Mobil verhandeln, dass die Maßnahme in der laufenden Sanierungsoffensive bis 2025 vorgezogen wird. Bürgermeister Peter Klug machte deutlich, dass auch Kosten auf die Stadt zukommen, und zwar in einer Größenordnung von rund zehn Millionen Euro auf der Gesamtstrecke von 2,3 Kilometern. "Das ist eine Hausnummer", betonte Ausschussvorsitzender Hartmut Roeschen. Hier müssten Wasser, Kanal und Leitungen im Unterbau erneuert werden. Klug ließ die Summe anhand der anteiligen städtischen Kosten für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Gonterskirchen hochrechnen. Klar ist, dass die Summe nur aufzubringen ist, wenn die Erneuerung in Bauabschnitten erfolgt. Björn Erik Ruppel (CDU) ergänzte den Antrag um den Punkt Fahrradstreifen, der im Zuge der Sanierung aufgebracht werden sollte. Auch das fand Anklang. Lediglich Michael Köhler von den Grünen stimmte gegen die Sanierung. Die BfL (Bürger für Laubach), der der parteilose Ralf Schmidt in Fraktionsgemeinschaft angehört, und die FBLL (Freie Bürgerliste Laubach) Dirk-Michael Hofmann enthielten sich.

Die SPD um Hartmut Roeschen möchte gegenüber dem Kindergarten in der Adolf-Wieber-Straße Grundstücke bebauen lassen, die zum größten Teil im städtischen Besitz sind. Dafür müsste ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Es gebe in Laubach Wohnraumbedarf für Familien. Das integrierte kommunale Entwicklungskonzept erlaube die Schließung von Baulücken beziehungsweise die innerörtliche Bebauung. Dazu erklärte Bürgermeister Peter Klug, dass es hier Anfragen zum Grundstücksverkauf gebe. Das sei gerade Thema in der Verwaltung. "Da können Sie gut zustimmen, das ist in der Pipeline." Roeschen lobte daraufhin: "Da ist die Verwaltung ja schneller als das Parlament." Dem Antrag wurde bei einer Enthaltung von Michael Köhler (Grüne) zugestimmt.

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