20 Hektar Wald in Beuern werden stillgelegt

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BEUERN - (ebp). Fast eine Million Ökopunkte - so viel könnte der Gemeinde Buseck die Stilllegung einer rund 20 Hektar großen Waldfläche in Beuern bringen. Die Gemeindevertretung hat die Stilllegung in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, zuvor hatte der Landkreis bereits die Genehmigung erteilt. Bäume sollen hier künftig nicht mehr gefällt und verkauft werden, sondern vor Ort verrotten und neue Rückzugsräume für Tiere bieten.

Durch die Stilllegung erhofft man sich in Buseck nicht nur eine ökologische Aufwertung und einen Beitrag zum Klimaschutz, "sondern auch die Aufwertung der Flächen zur Naherholung als naturnaher Wald", heißt es in der Antragsbegründung. Die Landschaftspflegevereinigung Gießen wird beauftragt, das Ökokonto für zehn Jahre administrativ abzuwickeln. Hierfür werden 4500 Euro plus Mehrwertsteuer fällig.

Der Holzwert im Stilllegungsbereich wird mit rund 650 000 Euro angegeben. Bei einem durchschnittlichen Ökopunktepreis von circa 45 Cent ergebe sich ein Wertverlust von circa 250 000 Euro, bei dem derzeit empfohlenen Richtwert von 51 Cent pro Ökopunkt circa 170 000 Euro. "Aufgrund der Klimasituation und der zu erwartenden weiteren Preissteigerungen für Ökopunkte wird sich dieser tatsächliche Wert vermutlich noch verringern", so die Vorlage.

Wie Bürgermeister Dirk Haas (SPD) mitteilte, wurden durch Hessen Forst in dem betroffenen Waldstück neben schadhaften Buchen kürzlich auch "Bäume gefällt, die nicht hätten gefällt werden dürfen. Das ist ärgerlich." Ursache war offenbar ein Kommunikationsproblem durch die Vakanz des Revierförsterpostens. Die Fällung werde vermutlich eine Reduzierung der Ökopunkte zur Folge haben.

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