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25 Jahre kulinarische Eintracht

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Gratulation zum silbernen Pächterjubiläum für (vorn v.l.) Christos, Evangeli und Evangelos Grivas im »Akropolis«. © Wißner

Linden (twi). Seit einem Vierteljahrhundert gibt es mittlerweile sogar in Leihgestern eine »Akropolis«. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Stadtfestung wie im antiken Griechenland, sondern um das Restaurant im »Eintracht«-Sängerheim.

Am 30. Dezember 1996 hatte Evangelos Grivas gemeinsam mit seinem Bruder Timi das »Akropolis« eröffnet und damit eine kurzfristige Vakanz beendet, nachdem ein erster Pächter in dem 1994/95 errichteten vereinseigenen Sängerheim des Gesangverein Eintracht Leihgestern bereits nach wenigen Monaten wieder den Gaststättenbetrieb eingestellt hatte. Bis nach Pforzheim führte seinerzeit die Suche des Vorstands nach einem neuen Pächter.

Damals wie nun auch beim silbernen Jubiläum waren mit dabei Hans Bausch und Markus Opper, der auch heute noch dem geschäftsführenden Vorstand des ältesten Vereins Leihgestern angehört. Dieser konnte in diesem Jahr auf 170 Jahre zurückblicken, allerdings aufgrund der Coronapandemie seinen runden Geburtstag nicht mit der Bevölkerung und auch nicht vereinsintern begehen. Ebenfalls bereits vor 25 Jahren im Amt war auch Rechner Volkmar Zahn, der nun gemeinsam mit Vorsitzenden Thomas Laux und Cornelia Grosse den Eheleuten Evangelos und Evangeli Grivas zum silbernen Pächterjubiläum gratulierte. »Wir wollen einfach einmal Danke sagen für die lange Zeit und dies soll auch in der Zukunft so bleiben, auch wenn es immer wieder Gerüchte wegen Abwanderungsgedanken gibt. Wir wünschen uns, das sind alle Sängerinnen und Sänger und der Vorstand, dass es noch lange so sein wird. Wir werden alles dafür tun, das ihr es hier guthabt und es euch gut geht. Auf eine weiterhin gute Zeit«, so Vorsitzender Thomas Laux bei der Übereichung eines Geschenks. In seinen Dankesworten versicherte Evangelos Grivas, wie zufrieden die Familie hier ist »und diese schöne Jahre mit euch in Eintracht hatte«.

In einem Blick zurück hat sich in den zurückliegenden 25 Jahren zwar einiges geändert, doch ist die 60 Sitzplätze bietende Gaststätte samt typischer Speisekarte mit Leckereien aus dem Süden Europas so geblieben und hat sich die für die Stadt einzigartige Kombination von griechischen und deutschen Spezialitäten bewährt.

Gastronom Grivas war 1988 mit seiner Familie nach Karlsruhe gekommen und hatte sich 1990 selbstständig gemacht. 1996 ging es von Pforzheim nach Leihgestern. So wurde aus den ursprünglichen »Eintracht-Stuben« zum 30. Dezember 1996 das »Akropolis«. Der fast zwei Jahrzehnte vom Verein betriebene und vermietete Saal wird nun auch von Grivas verwaltet.

Im Frühjahr 2002 wurde das Sängerheim mit dem Anbau von Lager- und Abstellräumen erweitert. 2007 kehrte Bruder Timi wieder nach Griechenland zurück und seitdem ist die »Akropolis« in Leihgestern ein reiner Familienbetrieb. Neben den Eheleuten sind auch die beiden Söhne Christos und Pavlos und Tochter Paraskevi im Restaurant tätig. »So vergeht die Zeit«, meinte Grivas überrascht. »Wie schnell doch 25 Jahre vergehen.»

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