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35 Wellensittiche befanden sich in diesem Karton, der in Beuern gefunden wurde. Die Vögel werden derzeit im Gießener Tierheim wieder aufgepäppelt. Ihre Überlebenschancen sind gut, sagt Tierheim-Leiterin Hannah Wern.

Tierquälerei

35 Wellensittiche bei Beuern im Amazon-Karton entdeckt

Ein Spaziergänger hat in Beuern einen Karton mit 35 Wellensittichen entdeckt. Diese werden im Tierheim aufgepäppelt und befinden sich in einem schlechten Zustand.

Buseck (paz). Einen üblen Fund machte am Montag ein Spaziergänger in Beuern. Am Wasserhaus in den Feldern fanden er und sein Hund einen Amazon-Karton mit 35 Wellensittichen. Der Mann reagierte richtig und verständigte das Gießener Tierheim, deren Mitarbeiter sich sofort der Vögel annahmen.

»Noch einen Tag länger in der Kälte und die Wellensittiche hätten nicht überlebt«, sagt Tierheim-Leiterin Hannah Wern im Gespräch mit dem Gießener Anzeiger. Die Vögel seien nicht nur unterkühlt, sondern auch ausgehungert und von Parasiten befallen gewesen.

Einen »schlechten Haltungszustand« diagnostizierte einen Tag später auch der Tierarzt. Weder Krallen noch Schnäbel der Vögel waren gekürzt, darüber hinaus hatte ein Großteil der Jungvögel keine Federn mehr. Hinzu kommt der Milbenbefall.

»Wir vermuten, dass die Tiere aus einer Zuchtauflösung kommen«, erklärt Hannah Wern. »Ein Anruf bei uns hätte genügt und wir hätten die Vögel abgeholt, um unnötiges Leid zu verhindern.« Die Chancen, dass die Jungtiere überleben, stehen gut. Die Wellensittiche werden in einem eigenen Vogelzimmer aufgepäppelt.

»Noch sind die Tiere nicht vermittelbar. Wer Interesse hat, sollte sich auf unserer Homepage unter www.tsv-giessen.de informieren«, betont die Tierheim-Leiterin. Dies sei bedauerlicherweise kein Einzelfall. Immer mal wieder würden vor allem Kleintiere ausgesetzt, beispielsweise, weil diese sich unkontrolliert vermehrt hätten.

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