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90-Jährige um über 100 000 Euro betrogen

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Kreis Gießen (red). Am Mittwoch fiel eine 90-Jährige aus dem Landkreis Gießen auf den Anruf eines falschen Rechtsanwaltes herein und übergab laut Polizei Schmuck im Wert von über 100 000 Euro sowie mehrere Tausend Euro Bargeld.

Der Anrufer gaukelte ihr vor, dass ihre Tochter in einen Verkehrsunfall verwickelt worden sei. Dabei seien zwei Personen, darunter die Enkeltochter, zu Tode gekommen. Die Tochter benötige nun eine Kaution von 120 000 Euro. Da die Seniorin nicht genügend Bargeld zu Hause hatte, sammelte sie ihren Schmuck zusammen, und übergab diesen mit dem Geld einer unbekannten Person.

Um nicht Opfer dieser Masche zu werden, rät die Polizei dazu, den Telefonbucheintrag zu ändern und statt des kompletten Vornamens nur den Anfangsbuchstaben anzugeben. Auch die Straße sollte gestrichen werden. Bei unbekannten Rufnummern sollte man überlegen, zunächst den Anrufbeantworter angehen zu lassen. Weiterer Tipp der Polizei: Überlegen Sie sich einen männlichen und einen weiblichen Vornamen, den es in Ihrem Verwandten-und Bekanntenkreis nicht gibt. Sollte ein Gespräch wie oben geschildert beginnen, nennen Sie den erfundenen Namen! Geht der Täter darauf ein, wissen Sie sofort, dass es sich um einen Betrüger handelt. Beenden Sie das Gespräch sofort. Bei Geldforderungen sollte man immer überlegen, ob der angebliche Verwandte/Bekannte wirklich am Telefon um eine so hohe Summe bitten würde. Vor einer Entscheidung sollte man sich mit einer Vertrauensperson beraten, niemals auf Geldforderungen am Telefon eingehen und niemals an unbekannte Personen Geld übergeben. Bei Betrugsanrufen sollte man die Polizei, auch wenn das Gespräch beendet. Ist man Opfer dieser Masche geworden sind, sollte man den Betrug umgehend bei der Polizei anzeigen. Weitere wertvolle Tipps und Informationen gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de oder bei der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle.

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