911er Porsche zerlegt es bei Eisregen auf Höhe Reiskirchen

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KREIS GIESSEN - (ww). 20.15 Uhr gab es am Samstag den ersten von 20 Unfällen infolge des Eisregens im Raum Biedenkopf. Der höchste Sachschaden bei einer glättebedingen Kollision wurde am Reiskirchener Dreieck auf der A 5 verzeichnet. Hier wurde ein 911er Porsche demoliert, Wert 70 000 Euro. Im Polizeipräsidium Mittelhessen wurden bis zum Sonntagnachmittag insgesamt 19 weitere Verkehrsunfälle ohne Personenschäden im Einsatzgebiet in das digitale Dienstbuch eingetragen.

Bei einem Unfall in Höhe Lützellinden Richtung Wetzlar wurde glatteisbedingt am späten Sonntagnachmittag noch eine Person verletzt. Das teilte unter anderem der Polizeiführer im Dienst, Hauptkommissar Guido Pieper, mit. An Schäden entstanden in diesem Zeitraum rund 185 000 Euro. Von Samstagabend bis zum frühen Sonntagmorgen gab es alleine elf Unfälle und dann weiter neun bis Sonntagnachmittag. Bei einem eisbedingten Transporterunfall auf der A 45 im Lahn-Dill-Kreis war zusätzlich ein Schaden von 48 000 Euro zu verzeichnen. "Es ist glimpflich verlaufen, die Leute waren gewarnt. Massenkarambolagen gab es keine, nur Einzelunfälle", so Pieper. Die Straßenmeistereien hätten mehr Personal eingesetzt, um zu streuen.

"Nach wie vor gibt es Eispanzer auf der Straße, und es muss mit Straßenglätte gerechnet werden", warnte der Einsatzleiter vom Dienst. "Im Große und Ganzen seien die Bürger aber dem Aufruf gefolgt, zuhause zu bleiben.

Auch die Feuerwehreinsatzleitstelle Gießen, die auch Rettungswageneinsätze koordiniert, vermeldete, dass eisbedingte Sanitätseinsätze Seltenheitswert hatten. Die Bürger seien zuhause geblieben. Aufgrund der aktuellen Wetterlage werden am Montag alle Schulen im Lahn-Dill-Kreis geschlossen. Vereiste Straßen und angekündigter strenger Frost ließen keine sichere Schülerbeförderung zu, heißt es in einer Pressemitteilung. Vom Kreis Gießen gab es gestern keine solche Ankündigung zu Schulschließungen.

Bis zum 14. Februar ist die Präsenzpflicht in allen hessischen Schulen ausgesetzt. Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-6 sollen laut Kultusministerium, wann immer möglich, zu Hause betreut werden. Je nach Möglichkeit der Schule kann aber auch Präsenzunterricht stattfinden. Im Lahn-Dill-Kreis besuchen derzeit etwa ein Fünftel der rund 33 000 Schüler den Präsenzunterricht.

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