Aktivpark Lumdatal erhält Sanitärcontainer

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STAUFENBERG - (dge). Der Aktivpark Lumdatal des TV Mainzlar ist so weit fertiggestellt, verschiedene Geräte und Spielfelder laden zur sportlichen Ertüchtigung ein. Einzig die sanitären Anlagen lassen noch ein wenig zu wünschen übrig. "Nicht unbedingt erste Sahne" nannte Bürgermeister Peter Gefeller deren Zustand. Nun kommt Abhilfe. Über ein Programm, das seinerzeit noch der ehemalige hessische Finanzminister Thomas Schäfer aufgelegt hatte, erhält die Stadt Staufenberg vier Container.

Die zwei Dusch- und zwei Toilettencontainer sollen ihren Platz auf dem Gelände des Aktivparks finden und als Block einen weiteren Sanitärbereich bilden.

Pandemie-bedingt habe das Programm für eine Weile auf Eis gelegen, doch nun sei im Januar ein Anruf aus dem Büro des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) gekommen, berichtete Gefeller im Gespräch mit dieser Zeitung. Gerade rechtzeitig, denn man plant bereits den Internationalen Jugendaustausch, der in den letzten Wochen der Sommerferien stattfinden soll - auf dem Gelände des Aktivparks Lumdatal. Reihum findet dieser in den Partnerstädten Staufenberg, Tarjan (Ungarn) und Mährisch-Trübau (Tschechien) statt. Sollte sich die Corona-Lage entspannen, dürfen sich laut Gefeller die jungen Leute wieder auf einen Austausch in diesem Jahr freuen. Doch auch abgesehen davon, können die Nutzer des Aktivparks von dem neuen Sanitärbereich profitieren. Ebenfalls erfreulich: Das Land Hessen gibt die Container kostenfrei ab, einzig um den Transport müssen sich die Kommunen selbst kümmern. Doch auch hier ist Gefeller optimistisch, gebe es doch Fuhrunternehmen vor Ort in Staufenberg. Doch was sind das für Container? Wie der für die Abwicklung zuständige Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) in einer Pressemitteilung erklärte, stammten sie aus Beständen der Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes. "In den hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen (HEAE) hatten sie zur Flüchtlingsunterbringung wertvolle Dienste getan - jetzt werden sie einem neuen Zweck zugeführt: Insgesamt 70 einzelne Container sowie vier größere Containeranlagen gibt das Land unentgeltlich an hessische Kommunen ab", so Alexander Hofmann, Pressesprecher des LBIH. Bei den Anlagen handele es sich um Sanitärcontainer mit Duschen und Toiletten sowie Lagercontainer. Sie seien in den HEAE in Rotenburg, Neustadt und Kassel-Calden im Einsatz. Den Kommunen dienten sie künftig für unterschiedliche Zwecke, über die die neuen Eigentümer individuell entscheiden würden. LBIH-Direktor Thomas Platte: "38 Kommunen haben sich für die Container interessiert - das hat das verfügbare Angebot weit überstiegen. Containerarten, die nicht in ausreichender Menge vorhanden sind, wurden daher im Losverfahren zugeteilt. Wir freuen uns, dass die Anlagen eine neue Verwendung bekommen." Für die Stadt Staufenberg richtet Gefeller einen herzlichen Dank nach Wiesbaden. Es sei eine "tolle Sache", dass das Land die Kommunen in dieser Form unterstütze.

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