Allendorf/Lda.: 25 bis 30 neue Bauplätze

Von Debra Wisker

ALLENDORF/LDA - (dge). Es geht weiter mit dem Baugebiet "Auf der Hege". In der Sitzung der Stadtverordneten stellten zwei Erschließungsträger ihre Konzepte für das Gebiet "Auf der Hege II" vor, über die beiden Varianten wird in den kommenden Sitzungen der politischen Gremien beraten werden.

Etwa 29 Bauplätze sollen nach den Plänen des Dreiergestirns Ulrich Weber (Geschäftsführer Hoch- und Tiefbau Ernst Weber, Rechtenbach), Vermessungsingenieur Jörg Mathes (Braunfels) und Bernd Ferber (Geschäftsführer der Erschließungsgesellschaft in Gründung mit Sitz in Allendorf) hier entstehen. Angeboten werde, so Ferber, ein "Rundum-Sorglos-Paket" mit Augenmerk auf "großzügige Grundstücke, familiengerechte Preise und eine hochwertige Gestaltung sowie eine angenehme Wohnatmosphäre". Vorgesehen ist eine Einzelhausbebauung mit nur zwei Wohneinheiten pro Grundstück. Eine Ringstraße soll die direkte Durchfahrt erleichtern, außerdem soll es auch genügend öffentliche Parkplätze geben, 16 an der Zahl. Damit sollen Engpässe wie im benachbarten Gebiet "Auf der Hege I" vermieden werden. Die 29 Grundstücksgrößen gab Weber mit 517 bis 932 Quadratmeter an. Die Preise sollen zwischen 150 und 165 Euro pro Quadratmeter für ein voll erschlossenes Grundstück liegen.

Christian Maruschka, Geschäftsführer Franz und Lotz Bauträger GmbH (Allendorf/Lda.), und Mathias Wolf (Planungsbüro Fischer, Wettenberg) stellten die zweite Variante vor. Man wolle Zuzug nach Allendorf holen, erklärte Maruschka. Wie schon zuvor Ulrich Weber verwies auch Maruschka auf zahlreiche Referenzprojekte in der Region. Wolf betonte, dass der neue Bauabschnitt sich in die bestehende Bebauung einpassen solle. In erster Linie sollen Einfamilienhäuser, je nach Nachfrage auch Doppelhäuser entstehen. Auch zwei Mehrgenerationenhäuser sieht die - noch flexible - Planung vor. Die Grundstücke sollen 500 bis 650 Quadratmeter groß sein. Planer Wolf empfahl, Stein- und Schottergärten auszuschließen, Freiflächen sollten möglichst begrünt werden. Auf Fotovoltaik setzen beide Erschließungsträger. Statt einer Ringstraße stellte Maruschka zwei beruhigte Verkehrsachsen, die durch zwei Fußwege verbunden sind, vor. 25 Bauplätze für Einfamilienhäuser und zwei für Mehrgenerationenhäuser oder 30 Bauplätze für eine Einzel- beziehungsweise Doppelhausbebauung sind die Möglichkeiten, die Maruschka für das Gebiet aufzeigte. Er verkündete abschließend, dass sein Unternehmen auch an der städtischen Liegenschaft Lindenstraße 16 interessiert sei, erwäge ein Angebot abzugeben und das sanierungsbedürftige Mehrfamilienhaus "in Absprache mit der Stadt Allendorf/Lda. einer adäquaten Nutzung zuzuführen".

Der Waldwirtschaftsplan 2021 weist ein saftiges Minus von rund 146 000 Euro aus, trotzdem nahmen die Stadtverordneten das Zahlenwerk mehrheitlich an. Einstimmig fielen die Abstimmungen für die Neukalkulation der Frischwasser- sowie der Schmutz- und Niederschlagswassergebühr aus. In der Wasserversorgungssatzung wird die Benutzungsgebühr von vormals 2,53 Euro auf nunmehr 2,75 Euro pro Kubikmeter festgesetzt. Für das Einleiten häuslichen Schmutzwassers sind künftig 3,92 Euro pro Kubikmeter zu zahlen, dies waren zuvor 3,18 Euro. Für das Einleiten von Niederschlagswasser wird die Gebühr von 0,68 Euro auf 0,67 Euro pro Quadratmeter gesenkt. Die Änderungen treten jeweils zum 1. Januar 2021 in Kraft.

Über den Zuschuss der Stadt für die Lebenshilfe als Kindertagesstättenbetreiber will Bürgermeister Thomas Benz Mitte Januar kommenden Jahres ein Gespräch mit Dirk Oßwald, Geschäftsführer der Lebenshilfe, führen. Danach will man sich in den Gremien erneut beraten. Der Sanierungsplan für das Rathaus fand die Zustimmung der Stadtverordneten, die Mittel sollen auf die kommenden Haushaltsjahre verteilt werden. Begonnen werden soll mit dem Dach. Ebenfalls einhellig stimmte man für die öffentlich-rechtliche Vereinbarung über interkommunale Zusammenarbeit zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes.

Eine Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "In den Hofgärten" in Nordeck soll der Nachverdichtung beziehungsweise Innenentwicklung dienen. Die Kosten für die Planung übernehmen die Antragsteller.

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