Allendorf/Lda.: Die Verträge sind gemacht

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ALLENDORF/LDA - (dge). Es war laut Allendorfs Bürgermeister Thomas Benz ein "dickes Brett zu bohren", bis das neue Baugebiet "Hege II" umgesetzt werden konnte. Jetzt gab es bei allen Beteiligten Grund zur Freude, die meisten Hürden sind genommen und am Freitag unterschrieb man den städtebaulichen Vertrag.

30 neue Bauplätze entstehen, zu erreichen sein werden die neuen Häuser über eine Ringstraße, die als Spielstraße ausgewiesen werden soll. 22 Einfamilienhäuser, zwölf Doppelhaushälften und vier Mehrfamilienhäuser hat die eigens gegründete Projektentwicklungsgesellschaft Allendorf-Hege II bR mit Sitz in Allendorf in Planung. Die Gesamtinvestitionssumme liegt bei rund 25 Millionen Euro, der Stadt Allendorf entstehen keine Kosten, sie muss auch nicht in Vorleistung treten. Hinter der Investorgesellschaft steht das - ebenfalls in Allendorf ansässige - Unternehmen Franz und Lotz Wohn- und Systembau GmbH. Auch dies ist für Benz ein Grund zur Freude, bedeute die Beauftragung eines heimischen Unternehmens doch Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region. Zwei Anbieter hatten in der Stadtverordnetenversammlung ihre Planungen vorgestellt, den Zuschlag erhielt Franz und Lotz. "Ganz demokratisch entschieden", erklärte Bauamtsleiter Dieter Hilbert.

Die Nachfrage war groß, mehr als 70 Bauwillige hatten sich in den vergangenen drei Jahren bei der Stadtverwaltung gemeldet. Wie Hilbert erklärte, habe man Vergaberichtlinien erstellt, in denen soziale Komponenten eingeflossen seien. Junge Familien, ältere Menschen, Hilfsbedürftige, die Frage nach bereits bestehendem Wohneigentum - die abzuarbeitende Liste war lang, erforderte den ständigen Kontakt und zahlreiche Gespräche mit den Bewerbern. "Wir haben die Leute mitgenommen und versucht, sie immer auf dem Laufenden zu halten", ergänzte Thomas Benz. "Hege II" sei ein attraktives Wohngebiet, hier werde zudem dringend benötigter Wohnraum geschaffen. Eine Liste mit bauwilligen Bewerbern wurde vergangene Woche dem Magistrat vorgelegt, der sie verabschiedete. Diese Liste wird Teil des städtebaulichen Vertrags sein und wurde im Anschluss an dessen Unterzeichnung an die Projektentwicklungsgesellschaft übergeben.

Etwa 20 500 Quadratmeter groß ist das Baugebiet, die Grundstücksgrößen bewegen sich bei den Doppelhaushälften zwischen 280 und 295 Quadratmetern, bei den Einfamilienhäusern zwischen 466 und 850 Quadratmetern und bei den Mehrfamilienhäusern zwischen 720 und 1400 Quadratmetern. "Die Zeiten von Grundstücken mit 1000 Quadratmetern für ein einzelnes Haus sind lange vorbei", führte Michael Lotz (Geschäftsführer Franz und Lotz) aus. Auf einen Quadratmeterpreis wollte man sich noch nicht festlegen, doch versicherte Lotz, dass sie bei 189 Euro für ein voll erschlossenes Grundstück gedeckelt seien. Das sei die oberste Preisgrenze. Tanja Ohlwein (Prokuristin Franz und Lotz) wies darauf hin, dass es voraussichtlich ein über eine Pelletanlage betriebenes Blockheizkraftwerk für das gesamte Baugebiet geben wird.

Doch bevor der erste Spatenstich getan wird, muss der Bebauungsplan Rechtskraft erlangen. Damit rechnet man im Frühjahr 2022, kurz darauf, im Frühsommer, sollen die Erschließungsmaßnahmen beginnen. Im Frühsommer 2023 schließlich soll es mit den Hochbauarbeiten losgehen.

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