Allendorf/Lda.: Lucas Richter jetzt im Museumskeller anzutreffen

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ALLENDORF/LDA - (dge). Lucas Richter ist seit Oktober 2020 unter anderem in Allendorf/Lda. als Koordinator für die Gemeinwesenarbeit zuständig. Bislang war er im Vereinszimmer des Bürgerhauses zu finden - ein eher trister Raum, der nicht gerade vor Atmosphäre knistert. Nun ist die Beratungsstelle umgezogen. Richters neues Domizil ist der Keller des Heimatmuseums in der Kirchstraße 42.

Das bedeutet nicht - die Allendorfer wissen das -, dass man sich nun in die dunklen Gewölbe der Altstadt hinab wagen muss. Der Keller ist ebenerdig und somit auch barrierefrei zu erreichen. Und: er bietet ein wesentlich gemütlicheres und angenehmeres Ambiente für Gespräche mit den Bürgern, Vertretern von Vereinen oder anderen Gruppierungen, die Richters Angebot nutzen wollen.

Bürgermeister Thomas Benz sieht noch einen anderen Vorteil, den Schwerpunkt der Gemeinwesenarbeit örtlich zu verlagern. Trage es doch zur Altstadtbelebung bei, wenn die Gemeinwesenarbeit "mittendrin" und auch fußläufig gut zu erreichen ist. Brunhilde Trenz, Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, fügt an, dass in der gegenüberliegenden Remise, die der Heimatverein gerade saniert, ohnehin ein Bürgertreff eingerichtet werden solle. Der Umzug Richters sei ein erster, ein guter Schritt. "Wir freuen uns sehr, dass wir zusammen mit der Stadt und Zaug diese Beratungsstelle hier einrichten können. Das ist für alle eine 'Win-win'-Situation. Ich hoffe, dass die Bürger das Angebot rege nutzen." Die Gemeinwesenarbeit wird gefördert aus Mitteln des Landkreises Gießen. Umgesetzt wird die Gemeinwesenarbeit im Landkreis Gießen vom "Zentrum Arbeit und Umwelt - Gießener gemeinnützige Berufsbildungsgesellschaft mbH" (Zaug gGmbH). Lucas Richter ist, neben Allendorf, auch zuständig für die Kommunen Staufenberg, Rabenau und Reiskirchen. "Besser kann es nicht sein", freute sich Dr. Norman Ciezki (Bereichsleiter Projekt- und Regionalentwicklung, Zaug). Man freue sich, diese Räumlichkeiten nutzen zu können. "Es ist wunderschön hier, zentral gelegen und wenn die Remise fertiggestellt ist, hätte man sicher die Möglichkeit, dort auch mal eine Veranstaltung durchzuführen", so Ciezki. Auch Trenz begrüßte die Zusammenarbeit. Man wolle weiterhin den Mittagstisch für Senioren und Alleinstehende anbieten und es sei schön, wenn man vielleicht Unterstützung habe für die eine oder andere Veranstaltung. Das werde für die Zukunft "eine gute Einrichtung für die Stadt Allendorf". Das sah Lucas Richter genauso. "Wir wollen den Austausch und die Vernetzung der Vereine und aller, die hier ehrenamtlich tätig sind, unterstützen und soweit wie möglich nach dem jeweiligen Bedarf arbeiten." Ciezki wies noch einmal auf den Kern der Gemeinwesenarbeit hin. Ihr Ziel sei die "Verbesserung von Lebenslagen", dazu gehöre die Unterstützung des Ehrenamtes, auch die Integration zum Beispiel von zugewanderten Menschen mit Migrationshintergrund sowie die Partizipation und die politische Teilhabe. Die Aufgaben der Gemeinwesenarbeit seien breit gefächert, so Richter. "Sie orientiert sich an den Bedarfen der Menschen vor Ort und entwickelt daraus Formate und Angebote, um Teilhabe und Chancengleichheit zu ermöglichen sowie Gemeinschaft und gute Nachbarschaften zu unterstützen. Darüber hinaus bietet die Gemeinwesenarbeit Vereinen und ehrenamtlich Engagierten sowie Menschen in allen Lebenslagen eine individuelle Beratung.

Richter erzählte, er habe sich in den ersten Monaten schon recht gut vernetzt. Er habe mit Vereinen gesprochen, Kontakt zu den Schulen und Kindertagesstätten aufgenommen. Auch mit dem Jugendpfleger wolle er zusammenarbeiten und hofft, dass hier Kooperationen entstehen. In Allendorf sehe er den Bedarf vor allem im Bereich "Ehrenamt Senioren". Doch man könne sich bei der Gemeinwesenarbeit nie auf etwas beschränken, sondern müsse sehen, wo Bedarf sei. Das sei das Wichtigste und da gelte es, gezielt zu unterstützen. "Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, das auch weiter voranzutragen." Geplant ist auf jeden Fall schon mal ein Runder Tisch der Vereine.

Lucas Richter bietet eine wöchentliche Sprechstunde an, die ist in Allendorf immer montags von 10 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung, derzeit aber nur nach vorheriger Terminabstimmung per Telefon (0151/65257952) oder per E-Mail an gwa-allendorf@zaug.de.

Weitere Informationen zur Gemeinwesenarbeit im Landkreis Gießen findet man im Internet unter https://www.zaug.de.

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