Alte Zigarrenfabrik in Staufenberg wird abgerissen

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STAUFENBERG - (dge). Mitten in Staufenberg steht die alte Zigarrenfabrik. Viele Jahre fanden hier Menschen Arbeit, nach der Schließung war die Zukunft des Gebäudes ungewiss. Das ist nun nicht mehr der Fall. Das Areal ist eingezäunt und die Abrissarbeiten beginnen.

Wie Bürgermeister Peter Gefeller erklärte, sei das Gebäude auch zu seiner Überraschung nicht denkmalgeschützt. Einen Abriss habe die Stadt daher gar nicht verhindern können. Zudem gehöre es einem privaten Unternehmen, das seine eigenen Entscheidungen zu treffen habe. Trotzdem sieht Gefeller die Entwicklung des Geländes positiv, soll hier doch Wohnraum entstehen. "Nach endlos langen Jahren des Leerstands und des Vandalismus wird endlich neuer Wohnraum an einer der wichtigsten Straßen Staufenbergs geschaffen", so der Bürgermeister.

Neue Eigentümerin

"Die Firma Giebert Bau aus Gießen-Wieseck plant als neue Eigentümerin den Bau von zwei mit einem Durchgang verbundene Wohngebäude einschließlich einer Tiefgarage." Die Häuser würden nach neuesten energetischen Gesichtspunkten gebaut. Für jede Wohnung seien zwei Stellplätze in der Tiefgarage und/oder auf dem rückwärtigen Hof vorgesehen. Somit müsse kein Fahrzeug auf der Straße abgestellt werden. In Gesprächen mit dem Bauherrn habe man sich auf den Verzicht auf ein drittes Vollgeschoss und den Bau von zwei Gebäuden statt eines lang gezogenen Baukörpers geeinigt. Der von den Stadtverordneten beschlossene Bebauungsplan sei auf zwei zweistöckige Wohngebäude mit je einem zurückgesetzten Dachgeschoss abgestimmt. Damit sei sichergestellt, dass die neuen Häuser nicht höher würden als die alte Zigarrenfabrik. Zum Schutz der Nachbarn seien zudem Flächen für Anpflanzungen vorgesehen. Ende Juni vergangenen Jahres hatte die Stadtverordnetenversammlung über den Bebauungsplan "Ehemalige Zigarrenfabrik" beraten. Die vorliegende Planung sah vor, dass auf dem 2154 Quadratmeter großen Grundstück 22 Wohnungen entstehen sollen, die Tiefgarage soll Raum für 44 Stellplätze bieten. Ursprünglich waren 28 Wohnungen und 56 Stellplätze vorgesehen. Die Firsthöhe wurde von 16 Meter auf nunmehr 12,50 Meter reduziert. Die geänderte Planung fand seinerzeit die Zustimmung der Stadtverordneten.

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