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Ulrich Imhof (l.), verteilte die Eichen-Setzlinge an die Teilnehmer.

Benefiz-Waldbaden

An die Spaten, fertig, los

Beim Benefiz-Waldbaden in Laubach kamen 420 Euro für eine Baumpflanzaktion zusammen. Die Eichen-Setzlinge haben nun ihren Platz gefunden.

Laubach (hgs). Wer beim Benefiz-Waldbaden am längsten Tag des Jahres, dem 21. Juni 2021, in Laubach mit dabei war, hat es sicherlich noch in guter Erinnerung. Durch die Waldbaden-Teilnahmegebühr konnten 420 Euro an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Gießen-Freienseen übergeben werden, die nun für die geplante Pflanzaktion zur Aufforstung der Brachfläche am Landratsweg im Laubacher Stadtwald eingesetzt wurden.

Die Benefiz-Aktion »Waldbaden für einen guten Zweck« brachte bundesweit 12 000 Euro ein. Eingeladen dazu hatte die Kursleiterin Waldbaden, Kornelia Stöhr und der Kreisverband Freienseen-Gießen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW).

Eichen-Setzlinge

Aber nicht nur die Teilnehmer des Benefiz-Waldbadens, sondern auch alle anderen Freunde des Waldes, insgesamt kamen dazu mehr als 30 Personen, darunter auch einige Kinder, waren der Einladung bei regnerischem Wetter gefolgt und brachten Hacken und Spaten mit. Darunter auch Laubachs Bürgermeister und Vorsitzender der Stadtwaldstiftung, Matthias Meyer, der die Pflanzaktion für den Erhalt des Waldes als Schutz- und Erholungsfunktion lobte und seinen Dank an alle Beteiligten aussprach.

Fachlich unterstützt wurde die Baumpflanzung vom Revierförster des Laubacher Stadtwaldes, Ulrich Imhof, und als Vertreterin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald war Brigitte Jeschkowski vom Vorstand der SDW zugegen. Der im Juni beim Benefiz-Waldbaden noch anwesende Vorsitzende und Diplom-Förster Jörn-Wolfgang Zöller ist inzwischen nach Schweden ausgewandert. Die SDW führt bereits seit 30 Jahren Anpflanzaktionen durch. Die Brachfläche am Landratsweg ist im Februar 2020 durch das Orkantief Sabine mit dem anschließenden Absterben von unzähligen Fichten entstanden. Wetterextreme sind die Folge von menschgemachtem Klimawandel und dies wird noch verstärkt durch offene Landschaften. Es ist daher das Ziel, die Brachfläche mit der Pflanzung von Eichen und Hainbuchen zu schließen und somit zur Entstehung eines Waldes beizutragen, der den Klimaveränderungen gewachsen ist. Ganz bewusst, werden daher anstelle von Fichten nun Laubbäume gepflanzt, denn sie überzeugen durch eine bessere Anpassung an den Standort. Außerdem bietet jeder Laubbaum hunderten von Tieren Lebensraum und dies vom Käfer bis zum Singvogel.

Für die Zukunft

Bei der Pflanzaktion standen nur Eichen-Setzlinge zur Verfügung, später sollen aber noch Hainbuchen darunter gemischt werden, wie Imhof betonte. Diese Aktion für den heimischen Klimaschutz war eine Anpflanzung von Bäumen für die Zukunft, für saubere Luft, sauberes Wasser, eine lebendige Erde sowie eine gesunde artenreiche Tierwelt.

Für einen kleinen Imbiss und Getränke bei der Aktion sorgte Thorsten Bobek, der Marktleiter des Rewe-Marktes Laubach. Auch 2022 soll am längsten Tag des Jahres wieder ein Benefiz-Waldbaden in Laubach stattfinden.

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