1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Kreis Gießen

Auf Spenden angewiesen

Erstellt:

gikrei_3012_dge_GesaHu_G_4c
In einer feierlichen Zeremonie wurde Ende November der Grundstein zur Sekundarschule gelegt. © Gesamtschule Hungen

Die Gesamtschule Hungen und ihr Verein engagieren sich für Schulen in Mosambik. Dafür sind Spenden dringend erforderlich.

Hungen (red). An der Gesamtschule Hungen findet normalerweise Anfang Dezember ein Basar statt, dessen Einnahmen komplett Schulen in Mosambik zugutekommen. Doch die Zeiten sind nicht normal. Die Corona-Pandemie verhinderte auch in diesem Jahr die Veranstaltung - und damit fehlt auch dringend benötigtes Geld.

Trotz allem ist die Gesamtschule mit ihrem Verein Schulpartnerschaft mit Mosambik auch in den schwierigen Pandemie-Zeiten nicht untätig und hilft den Partnern in Afrika mit neuen Schulbauten ein Stück weit aus der Bildungsmisere infolge der extremen Armut.

Die Uli-Seibert-Schule in Bengo/Gondola, einst 1992 noch komplett aus Eigenmitteln der Schulgemeinde in Hungen errichtet, hat bis 2006 zwei Erweiterungen erfahren. Aber im Laufe der Jahre wurde diese Schule von einer Primar- zu einer Sekundarschule umfunktioniert, weil sie im Gegensatz zu anderen Schulen wenigstens über fest gemauerte Gebäude verfügte. Mit ihren acht Klassenräumen und nun 1360 Schülerinnen und Schülern platzt sie jedoch aus allen Nähten.

Nachdem im Frühjahr 2021 einige Gebäude nach Sturmschäden renovierungsbedürftig wurden, hat die enorme Spendenbereitschaft der ganzen Region um Hungen und Gießen dazu beigetragen, dass schnell die Dächer wiederhergestellt und das Mauerwerk, wo nötig, renoviert werden konnte. Im Zuge dieser Maßnahmen kam die neue Schulleiterin, Lúcia Salema, auf die Hungener zu und bat um einen Ausbau der Schule.

Zusätzliche Mittel, die vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) für die 40 ärmsten Länder der Erde im Februar 2021 zur Verfügung gestellt wurden, haben nun diesen Traum der Schulgemeinde der Uli-Seibert-Schule der Realisierung ein ganzes Stück nähergebracht. Am 25. November konnte in einer feierlichen Zeremonie der Grundstein gelegt werden.

Bis Ende 2022 sollen auf dem Schulgelände zu den bestehenden 8 Klassenräumen noch zwei Laborräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, ein Computerraum für den Informatik-Unterricht, sechs weitere Klassenräume sowie ein Verwaltungsgebäude entstehen.

Besonders erfreulich ist, dass dieses Projekt die Position von Mädchen stützt, denn neben Bildungsmaßnahmen zur Geschlechtergleichstellung und juristischer Unterstützung im Falle häuslicher Gewalt oder Frühverheiratung wird es auch eine komplett eingerichtete Nähwerkstatt an der Schule geben. Die Absolventinnen der Kurse, in erster Linie Vollwaisen, sollen damit eine Chance auf eine spätere berufliche Selbstständigkeit in kleinen Näh-Kooperativen erhalten. All dies kostet natürlich Geld. Das BMZ übernimmt 75 Prozent, die Stiftung Alternaid des Lindener Unternehmens Alternate steuert, wie schon bei vier früheren gemeinsamen Projekten, zusätzlich einen weiteren großen Teil bei.

Leider ist die Finanzierung des Eigenanteils in Höhe von rund 25 000 Euro (bei einer Gesamtsumme von etwa 400 000 Euro für das Projekt) durch die Schulpartnerschaft mit Mosambik wegen des in diesem Jahr erneut abgesagten Weihnachtsbasars nun besonders schwierig.

Der Verein ist auf Spenden angewiesen, die zu 100 Prozent dem Ausbau der Uli-Seibert-Schule zugutekommen werden.

Ohne die Spendenbereitschaft der Bevölkerung, ehemaliger Schüler und Lehrkräften, lokaler Unternehmen und Privatpersonen wird es sehr schwer werden, das benötigte Geld zusammenzubekommen.

Spendenkonten:

IBAN: DE59 5139 0000 0081 3333 19 bei der Volksbank Mittelhessen oder IBAN: DE41 5135 2227 0001 0103 88 bei der Sparkasse Laubach-Hungen.

Bitte Namen und Adresse für Spendenbescheinigungen auf der Überweisung vermerken.

Auch interessant