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V.l.: Inna Hannibauer, Bürgermeister Matthias Meyer, Sabrina Lehmann, Werner Hühnergarth, Oliver Kuhn, David Witt und Alfredo Scalambra.

Aus »alt« wird »schön«

Laubach (red). Mit einer Gesamtsumme von 41 921,39 Euro unterstützte die Stadt Laubach im laufenden Jahr die Sanierung und den Erwerb von Altbauten für die Schaffung von Wohnraum oder zur Unterstützung von gewerblicher Nutzung. »Wir sind als Stadt Laubach sehr daran interessiert, dass die Immobilienstruktur in Ordnung ist und wo nötig, verbessert wird.

Deswegen bin ich sehr froh, dass wir dieses Programm zur Unterstützung der Bauträger haben«, sagte Laubachs Bürgermeister Matthias Meyer anlässlich der Übergabe der Förderbescheide an eine Reihe von Bürgerinnen und Bürgern im Rathaus.

Inspirierte Projekte

Zuvor berichteten die Bauträger über ihre Projekte und die ganz persönliche Motivation, aus Altem etwas Schöneres zu schaffen. Sabrina Lehmann schuf in den Räumlichkeiten am Marktplatz 2 ein Yoga-Studio mit integriertem Deli, also einem kleinen Bistro und Café mit veganer Küche. »Als stolze Mieterin eines geschichtsträchtigen Gebäudes war meine Motivation aus der Großstadt - Frankfurt - auf’s Land zu ziehen, mit einer großartigen Natur drum herum und dabei doch die Infrastruktur einer Kleinstadt zu haben«, so die Inhaberin von »Ananda Yoga & Deli«. Sie freut sich, dass ihr Angebot gleich ab dem Start »besser als gedacht angenommen« wurde.

Oliver Kuhn aus Wettenberg hat das Haus in der Stiftstraße 4 gekauft und ist auch in anderen Städten in Mittelhessen mit der Sanierung von altem Hausbestand aktiv. »Wir versuchen, Altes zu erhalten und aus scheinbaren Nachteilen Vorteile zu generieren«, so Oliver Kuhn, der als Motivation neben der »Liebe zum Denkmal« und dem »Spaß am historischem Erbe« natürlich auch »steuerliche Vorteile« nennt. Er habe sich »in Laubach verliebt«, als er sich die ersten Objekte angeschaut habe. Möglicherweise sind die derzeitigen Projekte nicht die letzten, die Kuhn in Laubach angeht, schließlich verfügt er über eine eigene Baufirma, die ausschließlich mit der Sanierung von Baudenkmälern beschäftigt ist.

Werner Hühnergarth kaufte und sanierte ein Nachbarhaus im Grünen Meer 24: »Das war etwas vernachlässigt und die Überlegung war, dass es sinnvoll ist, selbst die Hand drauf zu haben«, so der alteingesessene Handwerker. Dabei hat er »alles selbst gemacht« und bislang eine ganze Etage umgestaltet und bewohnbar gemacht.

Alfredo Scalambra hat im Haus Obere Langgasse 24 »viel Potenzial gesehen« und sich an die Sanierung gemacht. Mittlerweile ist »nach viel Renovierungsarbeit nur noch die Außenfassade zu machen«, so Scalambra, der die Förderung für das »sehr schöne Objekt«, das auch Bürgermeister Meyer als wichtiges »Tor zur Altstadt« ansieht, als »sehr hilfreich« bezeichnete.

Hauptamtsleiter Andreas Stuff dankte anschließend Sachbearbeiterin Inna Hannibauer, die die genannten Bauprojekte vonseiten der Verwaltung erfolgreich unterstützt hat. Bürgermeister Meyer zeigte sich abschließend froh, dass die Zahl der noch nicht renovierten Objekte abnimmt, »es gibt aber noch Potenzial« und »hoffentlich noch weitere Bauherren, die die gleiche Überzeugung haben wie Sie, etwas Schönes für sich und die Gemeinschaft zu schaffen.«

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